KONSUMENT.AT - Kinder und Medikamente - Homöopathika und Phytopharmaka

Kinder und Medikamente

Riskante Gratwanderung

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Konsument 3/2010 veröffentlicht: 23.02.2010

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Homöopathische, anthroposophische Tropfen, Bachblüten. Diese Präparate (Ausnahme: Globuli) enthalten viel Alkohol und sind für Kinder nicht geeignet. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht belegt und geht über den Placeboeffekt nicht hinaus. Bei ernsthaften Beschwerden und Erkrankungen ist eine ärztliche Untersuchung und die Einnahme wirksamer Pharmazeutika zur Behandlung unverzichtbar.

 

Pflanzliche Arzneimittel (Phytopharmaka). Diese bilden entgegen einer weitverbreiteten Meinung keine sanfte Alternative zu synthetischen Medikamenten. Viele Pflanzenauszüge (Tinkturen, Tropfen) enthalten Alkohol in hoher Konzentration, sie sind daher für Kinder ungeeignet. Sirupe mit hohem Zuckergehalt schmecken meist gut. Dies erhöht zwar die Akzeptanz, kann aber dazu führen, dass Kinder mehr als die vorgeschriebene Dosierung verlangen. Eltern dürfen hier keinesfalls nachgeben. Pflanzliche Mittel, die Korbblütler (Kamille, Ringelblume etc.) oder Propolis enthalten, können Allergien auslösen. Arnika ist bei Kindern strengstens kontraindiziert, da es zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen kann. Es gibt allerdings auch pflanzliche Mittel, die eine positive Wirkung haben – etwa Fencheltee, der bei leichten Beschwerden im Bauchraum (z.B. Blähungen) verabreicht werden kann.

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