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Krebsfrüherkennung: Prostata

Spätestens ab 50 Kontrolle nötig

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Konsument 11/2005 veröffentlicht: 17.10.2005

Inhalt

Transrektale Ultraschalluntersuchung

Die dritte gebräuchliche Untersuchungsmethode für die Prostata, die aber nicht Bestandteil der kostenlosen Vorsorgeuntersuchung ist, sondern meist zur näheren Abklärung eines Verdachtsfalles eingesetzt wird, ist die transrektale Ultraschalluntersuchung. Dabei wird ein speziell geformter Schallkopf durch den After in den Darm eingeführt. Prostatakarzinome können bei dieser Untersuchungsmethode als dunklere Flecken im Randbereich der Drüse auffallen.

Keine Untersuchung ist absolut verlässlich

Doch nicht jeder dunkle Fleck ist ein Tumor. Die altersbedingte gutartige Prostatavergrößerung kann ebenso wie Narben nach früheren Operationen oder lokalen Entzündungen leicht mit einem Tumor verwechselt werden. Bei der Ultraschalluntersuchung bleiben zudem häufig Tumore, die im Bereich um die Harnröhre liegen, und kleine Krebsnester unentdeckt. Vergleiche zeigen auch hier, dass zwei Ärzte, die denselben Patienten untersuchen, oft zu unterschiedlichen Urteilen kommen. Allen Untersuchungsmethoden ist also gemeinsam, dass sie weder verlässlich darüber Auskunft geben, ob es sich um Krebs handelt, noch bestätigen, dass sich keine Tumore in der Prostata befinden.

Absichern durch Biopsie

Welche Konsequenzen hat nun ein verdächtiger Befund? Im Regelfall wird der Arzt dann alle drei genannten Untersuchungen anregen, eventuell den PSA-Test wiederholen lassen. Bleibt der Verdacht bestehen, schlagen Ärzte meist die Entnahme einer Gewebeprobe aus der Prostata vor, eine Biopsie, um nach Krebszellen zu suchen. Das weitere Vorgehen wird dann von Art und Größe des Tumors sowie dem Alter des Patienten abhängen. Denn eine besondere Eigenschaft des Prostatakarzinoms ist, dass bei vielen Männern Tumore heranwachsen, die nie Beschwerden verursachen.

Operation: Inkontinenz und Impotenz möglich

Sehr wohl ist aber nach einer Operation – je nach Lage und Größe des Tumors sowie der Erfahrung der Klinik und des Chirurgen – mit mehr oder weniger großen Einbußen in der Lebensqualität wie Harninkontinenz und Erektionsschwierigkeiten zu rechnen.

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