KONSUMENT.AT - Leber-Transplantationen: Neue Maschine - Menschlicher Körper imitiert

Leber-Transplantationen: Neue Maschine

Mangelhafte Spender-Organe gerettet

Seite 1 von 1

KONSUMENT 3/2020 veröffentlicht: 27.02.2020

Inhalt

Bisher konnten Lebern nur für wenige Stunden außerhalb des Körpers aufbewahrt werden. Ein Forscherteam in Zürich hat nun eine Perfusionsmaschine entwickelt, die eine Leber außerhalb des Körpers eine Woche am Leben erhalten kann.

Dies ermöglicht eine Behandlung des Organs vor der Transplantation und dürfte künftig vielen Menschen mit schweren Lebererkrankungen das Leben retten. Die Maschine imitiert den menschlichen Körper möglichst genau, um den Spenderlebern perfekte Bedingungen zu bieten.

Rettung auch von mangelhaften Spenderlebern möglich

Die ausgeklügelte Technologie lässt sich bei Bedarf ferngesteuert betreiben und macht es möglich, auch mangelhafte Spenderlebern zu retten und zu transplantieren. Für die Studie wurden zehn Spenderlebern in der Maschine aufbereitet, die alle nicht für eine Transplantation akzeptiert worden waren, weil deren Qualität zu gering war. Sechs dieser zehn Lebern wiesen nach der Behandlung in der Maschine eine hervorragende Funktionsfähigkeit auf. Die erste mit dem neuen Verfahren behandelte Leber dürfte bereits heuer eingesetzt werden.

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen