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Magnesiumpräparate

Sinnvoll, überflüssig oder gefährlich?

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Konsument 1/2003 veröffentlicht: 16.12.2002

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Manche dafür, andere dagegen

Nun heißt das allerdings nicht, dass Magnesium nicht auch in anderen Fällen helfen könnte. Nur fehlt eben der eindeutige Wirkungsnachweis. Auch Marktl möchte sich nicht festlegen: "Die einen Kardiologen schätzen Magnesiumpräparate als Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, die anderen halten überhaupt nichts davon." Nicht zu unterschätzen ist das enorme wirtschaftliche Interesse, das den Markt für Nahrungsergänzungsmittel boomen lässt.

Magnesiumreiche Lebensmittel oder Minaeralwasser versuchen

Das gesicherte Wissen über Magnesium ist also noch sehr gering. Es empfiehlt sich daher, genau zu beobachten, wie man selbst darauf anspricht. Versuchen Sie es zunächst mit dem Konsum besonders magnesiumreicher Lebensmittel (generell pflanzliche Lebensmittel) oder Mineralwässer. Nehmen die Herzrhythmusstörungen ab? Werden die nächtlichen Wadenkrämpfe weniger? Wenn nicht, probieren Sie ein Magnesiumpräparat, und beobachten Sie sich weiter. Nur weil das Mittel bei Ihrer Nachbarin wahre Wunder wirkt, heißt das noch nicht, dass es auch Ihnen hilft.

Nicht zum erstbesten Präparat greifen

Haben Sie sich (nach reiflicher Überlegung) für ein Magnesiumpräparat entschieden, sollten Sie nicht zum erstbesten greifen. Eine pauschale Empfehlung kann man zwar nicht abgeben, aber Marktl rät, sich auf reine Magnesiumpräparate (allenfalls mit Zucker oder Süßstoffen versetzt) zu konzentrieren und dabei auf den jeweiligen Magnesiumgehalt zu achten. Es gibt Präparate mit sehr hohen Magnesium-Mengen (rund 300 mg pro Einheit), die sich bei eindeutigen medizinischen Mangelzuständen eignen (Sanvita Magnesium 300, Dr. Böhm Magnesium nur 1x täglich, Magnesium Diasporal Granulat, Grandelat magnesium forte). Jene mit geringeren Mengen (um die 150 mg) können bei leichter Unterversorgung helfen, bei noch geringerer Dosierung ist wohl eine Einnahme mehrmals täglich erforderlich.