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Magnesiumpräparate

Sinnvoll, überflüssig oder gefährlich?

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Konsument 1/2003 veröffentlicht: 16.12.2002

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Achtung Durchfall

Diabetiker sollten zuckerhältige Produkte meiden. Aber auch jene mit Zuckeraustauschstoffen oder Süßstoffen können bei Personen mit einem empfindlichen Magen Probleme machen, meint der Wiener Medizinprofessor. "Die Magnofit Kautabletten enthalten relativ viel Xylit. Dieser Zuckeraustauschstoff kann bei empfindlichen Personen möglicherweise zu individuellen Intoleranzerscheinungen (Durchfall) führen."

Eine Gruppe von Magnesiumpräparaten enthält zusätzlich Kalzium. Im Einzelfall mag das sinnvoll sein, doch zu hohe Mengen Kalzium, wie sie in Hafesan Magnesium plus Kalzium und Lebens Kalzium plus Magnesium Brausetabletten enthalten sind, könnten sogar kontraproduktiv sein, weil sie die Aufnahme von Magnesium beeinträchtigen.

Kombi-Präparate bringen nicht viel

Von den Kombinationspräparaten Magnesium plus Vitamine hält der Wissenschafter nicht allzu viel: "Eine solche Kombination bietet im Stoffwechsel und bei der Resorption (Aufnahme durch den Körper) keinen Vorteil. Für die in den Präparaten enthaltenen Vitamine existiert auch keine Unterversorgung, sodass eine Supplementierung ernährungsmedizinisch nicht notwendig erscheint." Ja, im Fall von Magnesium Tonil Vitamin E Kapseln sieht er aufgrund der darin enthaltenen hohen Vitamin-Mengen sogar die "Gefahr der Entwicklung einer chronischen Vitamin-E-Vergiftung".

Gewaltige Preisunterschiede

Bei aller Vorsicht – eine eindeutige Aussage lässt sich zum Preis machen: Hier gibt es gewaltige Unterschiede. Um die Produkte vergleichen zu können, haben wir den Preis von jeweils 100 mg Magnesium ausgerechnet. Er beträgt für die Brausetabletten von Das gesunde Plus und St. Rodegan drei Cent, bei Hafesan Magnesium + Kalzium muss man dagegen schon fast einen Euro aufwenden. Mehr als das Dreißigfache! Wer also glaubt, ein Magnesiumpräparat nötig zu haben, muss nicht gleich zum teuersten greifen.