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Medikamente: Ascorbisal, Dobendan Lutschpastillen

Halsentzündungen, Fieber und Schmerzen

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Konsument 4/2010 veröffentlicht: 18.03.2010

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Dobendan Lutschpastillen

Testurteil: Wenig geeignet bei Halsentzündungen, weil die therapeutische Wirksamkeit nicht ausreichend nachgewiesen ist. Der enthaltene Wirkstoff desinfiziert und tötet Bakterien und Pilze oberflächlich ab. Mikroorganismen in tieferen Schleimhautschichten werden nicht erreicht. Gegen Viren, die der Hauptauslöser von Halsentzündungen sind, sowie gegen Streptokokken-Bakterien (ebenfalls häufig an Halsentzündungen beteiligt) sind Antiseptika nur lückenhaft oder gar nicht wirksam.

Dobendan gegen Halsentzündungen (Bild: VKI/K. Schreiner)

Präparat: Dobendan und Dobendan zuckerfrei 2,5 mg Lutschpastillen, 20 Stück

Wirkstoff: Cetylpyridiniumchlorid

Preis: jeweils € 4,80

Anwendung: Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren lassen mehrmals täglich eine Lutschtablette langsam im Mund zergehen, ohne sie zu zerbeißen. Nicht mehr als 8 Tabletten täglich einnehmen.

Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen: Das Mittel darf nicht bei offenen Wunden im Mund angewendet werden, weil es die Wundheilung stören kann. Wenn sich die Mundschleimhaut verstärkt rötet oder juckt und sich kleine Bläschen bilden, liegt vermutlich eine Allergie vor. Dann sollte die Anwendung gestoppt werden. Vergehen die Beschwerden nach einigen Tagen nicht, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Patienten, die auf bestimmte Konservierungsmittel (quaternäre Ammoniumverbindungen) allergisch reagieren, dürfen Dobendan nicht einnehmen.

Kinder und Schwangerschaft: Kindern unter sechs Jahren sollten grundsätzlich keine Lutschpastillen gegeben werden, weil sie Tabletten oft verschlucken. Da das Mittel wenig geeignet ist, sollte es auch bei älteren Kindern nicht angewendet werden. Über die Risiken während Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine Erkenntnisse. Da das Präparat als wenig geeignet bewertet wird, sollte sicherheitshalber auf die Einnahme verzichtet werden.

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