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Medikamente: Fenistil und Hirudoid Gel

Juckreiz und Venenerkrankungen

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Konsument 7/2008 veröffentlicht: 23.06.2008, aktualisiert: 23.07.2008

Inhalt

Fenistil Gel

Wenig geeignet bei Juckreiz, Ekzem und allergischen Hauterkrankungen. Die therapeutische Wirksamkeit ist nicht ausreichend nachgewiesen; der Wirkstoff kann selbst Allergien auslösen.

Wenig geeignet bei Insektenstichen, weil die therapeutische Wirksamkeit nicht ausreichend nachgewiesen ist. Das Gel wirkt kühlend und lindert den Juckreiz.

Wenig geeignet bei Sonnenbrand, weil der Wirkstoff allergisierend wirken kann und die therapeutische Wirksamkeit nicht ausreichend nachgewiesen ist. Das Gel hat einen kühlenden Effekt. Antihistaminika sind chemisch ähnlich aufgebaut wie das körpereigene Hormon Histamin, das freigesetzt wird, wenn der Körper mit einer Substanz in Berührung kommt, die er nicht verträgt. Der Überschuss an Histaminen führt zu Entzündung, Juckreiz und Ekzemen. Antihistaminika besetzen die Bindestellen für Histamin im Gewebe und blockieren die Unverträglichkeitsreaktion.

Bei allergischen Hauterkrankungen gelingt dies allerdings nur, wenn die Mittel als Tabletten eingenommen werden. Äußerlich aufzutragende Antihistaminika dringen nicht schnell und tief genug in die Haut ein. Eine Juckreizlinderung beruht lediglich auf dem Kühleffekt des Gels. Dies gilt auch bei Juckreiz, der durch Insektenstiche ausgelöst wird, sowie bei Sonnenbrand. Da Fenistil Gel bei großflächiger Anwendung zudem leicht Allergien auslösen kann, ist es auch zur Behandlung von Sonnenbrand wenig geeignet.

  • Präparat:  Fenistil Gel
  • Wirkstoff:  Dimetinden
  • Preis:  € 3,35

Anwendung : Gemäß Gebrauchsinformation Gel nach Bedarf auf die betroffenen Hautstellen auftragen. Die Wirkung soll innerhalb einer halben Stunde einsetzen. Darf am Auge, in Augennähe oder in der Umgebung von Schleimhäuten sowie auf entzündete, nässende und offene Hautstellen oder Blasen nicht aufgetragen werden.

Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen : Das Präparat enthält als Konservierungsmittel Parabene. Dadurch können unter anderem Allergien ausgelöst werden. Bei bekannter Allergie dagegen darf Fenistil Gel nicht angewendet werden. Tritt nach dem Auftragen verstärkte Hautrötung und Juckreiz auf, sollte das Mittel nicht mehr verwendet werden. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, ist ein Arztbesuch angezeigt.

Kinder: Bei Kindern unter zwei Jahren dürfen Antihistaminikagele oder -cremen nicht angewendet werden, wenn die damit zu behandelnde Fläche größer als ein Handteller ist, weil sich sonst das Risiko für unerwünschte Wirkungen erhöht.

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Kommentare

  • wirkt gegen blaue Flecken
    von 0809brigitte am 16.09.2019 um 20:29
    Mir wurde die Hirudoid-Salbe von einer Krankenschwester zur schnelleren Linderung eines Blutergusses empfohlen. Ich war skeptisch, hatte aber den Eindruck, dass der blaue Fleck viel schneller abheilte, d.h. erst lila, dann gelbgrün wurde, und bald ganz verschwunden war.