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Medikamente: Migränemittel

Gewitter im Kopf

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Konsument 12/2004 veröffentlicht: 11.11.2004

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Bei ersten Anzeichen sofort behandeln

Bei den ersten Anzeichen eines beginnenden leichten Migräneanfalls bekämpfen Sie zunächst die Übelkeit, beispielsweise mit Metoclopramid (Gastrosil®, Metogastron®, Paspertin®) oder Domperidon (Motilium®). Warten Sie eine Viertelstunde, und nehmen Sie dann ein Schmerzmittel mit Ibuprofen, Parazetamol oder Azetylsalizylsäure. Genaueres zu diesen Klassikern der Schmerzbehandlung finden Sie in Schmerzmittel 9/2004 . Eine Substanz, die ebenfalls bei der Behandlung von Migräne zum Einsatz kommt, ist Diclofenac, das zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) gehört. Es gibt sie als Tabletten, Zäpfchen oder Ampullen zur Injektion. Bessern sich Ihre Beschwerden nicht, können Sie nach vier bis sechs Stunden noch einmal zu einem Schmerzmittel greifen.

Bewährt: Triptane

Bei einem schweren Migräneanfall und wenn die andere Therapie nicht ausreicht, werden Triptane eingesetzt. Diese speziellen Migränemedikamente verengen die großen Blutgefäße im Gehirn, veranlassen bestimmte Nervenfasern, weniger entzündungsfördernde Substanzen freizusetzen und hemmen die Übertragung der Schmerzempfindung im Gehirn. Sie machen zusätzliche Magen- und Schmerzmittel überflüssig.

Es gibt verschiedene Triptane

Triptane können sowohl zu Beginn der Attacke als auch währenddessen verwendet werden. Haben die Schmerzen nachgelassen, setzen aber einige Zeit später erneut ein, kann nach zwei oder vier Stunden – abhängig vom verwendeten Präparat – eine zweite Dosis angewendet werden. Bessern sich die Schmerzen nicht, hat es keinen Sinn, das gleiche Mittel noch einmal einzunehmen, denn dann wirkt es bei Ihnen offensichtlich nicht. Es kann aber einen Versuch wert sein, in Absprache mit Ihrem Arzt zu einem anderen Triptan zu wechseln – schließlich gibt es verschiedene.

Nicht als Dauermedikament geeignet

Triptane dürfen Sie höchstens an zehn Tagen im Monat einnehmen, denn bei allzu häufiger Anwendung können Dauerkopfschmerzen auftreten. Die übliche Anwendungsform sind Tabletten. Zäpfchen und Nasenspray sind für diejenigen gedacht, die wegen der Übelkeit nichts schlucken mögen; die Injektionslösung zum selbst Spritzen wirkt besonders rasch.

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