KONSUMENT.AT - Medikamente: Mucoangin Lutschtabletten - Mucoangin Lutschtabletten Johannisbeere/Mint

Medikamente: Mucoangin Lutschtabletten

Johannisbeere/Mint

Seite 2 von 3

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 1/2011 veröffentlicht: 17.12.2010

Inhalt

Testurteil: Mit Einschränkung geeignet bei Halsentzündungen, um die Schmerzen zu lindern. Die therapeutische Wirksamkeit ist noch nicht ausreichend nachgewiesen. Eine Halsentzündung ist oft erstes Anzeichen eines grippalen Infekts, meist klingt sie nach wenigen Tagen ab und geht dann in Schnupfen und Husten über. Ambroxol ist ein Wirkstoff, der normalerweise als schleimlösendes Mittel bei Husten angewendet wird. Als Bestandteil von Lutschtabletten soll er örtlich betäubend wirken, sodass die Halsschmerzen nachlassen.

In bisher vorliegenden Studien ließ sich für Ambroxol im Vergleich mit Scheinmedikamenten ein leicht positiver Effekt nachweisen. Die Beschwerden ließen in den ersten Stunden etwas mehr nach als mit zucker- und wirkstofffreien Lutschbonbons. Ob dieser Unterschied von praktischer Bedeutung ist, lässt sich aufgrund der bisherigen Studienergebnisse noch nicht beantworten. Bei einer Halsentzündung ist es wichtig, dass die Rachenschleimhaut befeuchtet wird. Dies kann durch Lutschen saurer Drops und Hustenbonbons oder durch Kaugummikauen erreicht werden. Trockene Luft reizt die entzündete Schleimhaut, deshalb sollte man für hohe Luftfeuchtigkeit im Raum sorgen (feuchte Tücher über die Heizung hängen, Wasserschalen aufstellen) und viel trinken.

Mucoangin Lutschtabletten Johannisbeere/Mint (Bild: Vki) 

Präparate: Mucoangin Lutschtabletten Johannisbeere (18 Stück), Mucoangin Lutschtabletten Mint (20 Stück)

Wirkstoff: Ambroxolhydrochlorid

Preis: je 6,55 €

Anwendung: Bis zu sechs Tabletten über den Tag verteilt einnehmen. Mittel nicht länger als drei Tage anwenden. Halten die Beschwerden weiterhin an oder setzt hohes Fieber ein, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen: Bei weniger als einem von hundert Behandelten fühlt sich aufgrund der örtlich betäubenden Wirkung die Zunge taub an, der Geschmack kann sich verändern. Neben häufigerem Stuhldrang kann es zu Durchfall kommen. Beides legt sich nach dem Absetzen des Mittels. Ebenfalls auftreten können leichte Störungen des oberen Magen-Darm-Bereiches (Aufstoßen, Erbrechen, Übelkeit und Mundtrockenheit). Bei Übelkeit und Erbrechen sollte das Mittel abgesetzt werden. Haben sich die Beschwerden auch einige Tage danach nicht merklich gebessert, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, liegt vermutlich eine Allergie vor. Dann sollte das Mittel abgesetzt werden. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn starker Hautausschlag, Juckreiz, Herzrasen, Atemnot, Schwäche und Schwindel auftreten, muss die Anwendung sofort abgebrochen und ein Notarzt gerufen werden, weil es sich um eine lebensbedrohliche Allergie handeln kann.

Kinder und Schwangerschaft: Kinder unter zwölf Jahren sollten die Mittel nicht bekommen. In der Schwangerschaft (vor allem während der ersten drei Monate) und während der Stillzeit sollten die Mittel sicherheitshalber nicht angewendet werden.

Bewertung

Wertung: 1 von 5 Sternen
8 Stimmen
Weiterlesen