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Medikamente: Neda Früchtewürfel

Bei Verstopfung

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KONSUMENT 6/2012 veröffentlicht: 24.05.2012

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Sennesblätter als Abführmittel helfen bei hartnäckigen Verstopfungen.

Testurteil: Geeignet bei hartnäckiger Verstopfung zur kurzzeitigen (einmaligen) Anwendung. Sennesblätter reizen die Darmwand und regen auf diese Weise den Darm an, sich häufiger zusammenzuziehen. Dadurch wird der Speisebrei schneller befördert und Wasser im Darm zurückgehalten.Neda Früchtewürfel (Bild: K. Schreiner/VKI)

Präparat: Neda Fruchtwürfel

Wirkstoffe: Sennesblätter und Sennesfrüchte (Anthranoid)

Preis: 15 Stück/6,60 Euro; 30 Stück/10,90 Euro

Anwendung: Nach Bedarf, möglichst gering dosiert, anwenden (Würfel teilen). Keinesfalls mehr oder länger einnehmen, als in der Gebrauchsinformation angegeben, da sich der Darm rasch gewöhnt und ohne Abführmittel kein Stuhlgang mehr einsetzt.

Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen: Das Mittel darf nicht angewendet werden
bei Verdacht auf Darmverschluss (heftige Bauchkrämpfe, aufgeblähter Bauch, kein Stuhlgang),
chronisch-entzündlicher Darmerkrankung (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), Bauchschmerzen mit
ungeklärter Ursache, Mangel an Mineralstoffen, erheblichem Flüssigkeitsmangel. Werden über
einen längeren Zeitraum Präparate eingenommen, die viel Süßholzwurzel enthalten, kann sich der
Kaliumverlust verstärken. Dann erhöht sich das Risiko für Herzrhythmusstörungen. Da Lakritze Süßholz
enthält, sollte während der Anwendung des Mittels auch keine Lakritze gegessen werden.

Werden gleichzeitig Medikamente eingenommen, die den Kaliumverlust weiter verstärken, z.B.
entwässernde Medikamente (Diuretika, Mittel gegen hohen Blutdruck) oder kortisonhaltige Präparate
(bei Entzündungen), besteht die Gefahr, dass Herzrhythmusstörungen auftreten. Werden Neda
Früchtewürfel in hoher Dosierung oder über einen Zeitraum, der über die empfohlene Anwendungsdauer
hinausgeht, gleichzeitig mit Digitalis-Glykosiden (bei Herzschwäche) oder Präparaten mit
Amiodaron oder Flecainid (bei Herzrhythmusstörungen) eingenommen, kann sich die Wirkung
dieser Mittel verstärken.

Treten krampfartige Magen-Darm-Beschwerden auf, sollte die Dosis verringert
bzw. das Mittel abgesetzt werden. Bei langfristiger, hochdosierter Anwendung kann Kaliummangel
und eine toxische Leberentzündung auftreten (Hinweise sind Muskelschwäche, anhaltende Verstopfung, Herzrhythmusstörungen). Dann sollte möglichst rasch ein Arzt aufgesucht werden.

Kinder, Schwangerschaft, Stillzeit: Kinder unter zwölf Jahren dürfen das Mittel nicht bekommen. In Schwangerschaft und Stillzeit sollte das Mittel nicht angewendet werden.

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