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Medikamente: Paracetamol

Gegen Schmerzen und zur Fiebersenkung

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KONSUMENT 9/2011 veröffentlicht: 22.07.2011

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Testergebnis: Geeignet bei leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber. Die Wirksamkeit ist ausreichend nachgewiesen.

 Paracetamol (Bild: VKI/K. Schreiner)

Präparat: Paracetamol Genericon 500 mg, Tabletten, Packung zu 10/20 Stück

Wirkstoff: Paracetamol

Preis: 10/20 Stück: 1,05/1,70 Euro

Anwendung: Erwachsene nehmen bei Bedarf alle vier bis sechs Stunden 500 bis 1000 Milligramm (1–2 Tabletten) mit einem Glas Wasser ein. Mehr als 8 Tabletten zu je 500 mg pro Tag (4 Gramm) dürfen nicht eingenommen werden. Das Überschreiten dieser Dosierung ist sehr gefährlich und muss sofort einem Arzt mitgeteilt werden.

Gegenanzeigen und Nebenwirkungen: Wird Paracetamol öfter als zehn Tage im Monat eingenommen, können Dauerkopfschmerzen auftreten, außerdem steigt das Risiko für Nierenschäden. Kombinationspräparate (z.B. Paracetamol plus Koffein) werden von einigen Ärzten als nicht zweckmäßig angesehen. Bei Überdosierung ist mit Leberschäden, bei missbräuchlicher Daueranwendung mit Nierenschäden zu rechnen. Treten Übelkeit, Erbrechen und/oder dunkel gefärbter Urin auf und ist der Stuhl auffällig hell, sollte unbedingt ein Arzt gerufen werden. Dies gilt auch bei anhaltenden Nierenschmerzen, einer plötzlich verringerten Urinmenge oder Blut im Urin. Wenn die Haut sich verstärkt rötet und juckt, liegt vermutlich eine allergische Reaktion auf das Mittel vor. Dann ist es abzusetzen. Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn die allergischen Symptome trotzdem anhalten. Paracetamol darf nicht eingesetzt werden, wenn die Leberfunktion erheblich eingeschränkt ist (z.B. durch Alkoholmissbrauch). Es besteht dann Vergiftungsgefahr schon bei geringer Dosis.

Kinder, Schwangerschaft und Stillzeit: Paracetamol darf ab der Geburt angewendet werden. Die Dosierung richtet sich nach dem Gewicht des Kindes und der Art der Anwendungsform (Zäpfchen, Saft oder Tabletten). Saft, Tropfen oder Zäpfchen (Suppositorien) lassen sich meist besser verabreichen als Tabletten. Allerdings kann die Wirkung von Zäpfchen unsicher sein, weil der Arzneistoff nicht komplett ins Blut übertritt und das Einführen eines Zäpfchens Stuhlgang auslösen kann. Bei einigen Schmerzarten (z.B. Verletzungen) wirkt Paracetamol bei Kindern nicht sonderlich gut. In Schwangerschaft und Stillzeit kann Paracetamol für kurze Zeit angewendet werden, wenn wenn eine Schmerzbehandlung notwendig ist oder Fieber dringend gesenkt werden muss.

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