Medikamente: Teil 2

Marketing für Pillen

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Konsument 2/2001 veröffentlicht: 01.02.2001

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Globalisierung am Pillenmarkt

Preisbewusste Verbraucher vergleichen. Warum nicht auch bei Arzneimitteln? Dismenol Neu, das Ibuprofen-Präparat gegen Regelschmerzen, kostet zurzeit 59 Schilling – in Deutschland dagegen zahlt man umgerechnet 67 Schilling dafür. Ein Voltaren-Zäpfchen mit 100 mg Diclofenac gegen Rheuma jedoch, das hier zu Lande 11,40 Schilling kostet, geht in Spanien für umgerechnet weniger als die Hälfte weg.

Die Arzneimittelhersteller beziffern die Kosten für die Entwicklung eines neuen Medikaments mit durchschnittlich 4,5 Milliarden Schilling (zirka 327 Millionen Euro). Gesetzliche Regelungen helfen ihnen, diesen horrenden Betrag wieder hereinzuholen. Schon während der Entwicklungszeit können die Firmen für eine neue Substanz ein weltweit gültiges Patent anmelden, das sie vor Nachahmern schützt. Allerdings ist für gewöhnlich bereits eine ganze Reihe von Jahren vergangen, wenn der neue Wirkstoff als Arzneimittel zum Verkauf zugelassen wird. Damit die Industrie ihr Exklusivrecht dennoch möglichst lange ausschöpfen kann, gibt es in der EU noch ein so genanntes Schutzzertifikat. Patentschutzzeit und anschließendes Schutzzertifikat bewahren ein zugelassenes Medikament so für maximal 15 Jahre vor Konkurrenz.

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