KONSUMENT.AT - Medikamente: Travelgum - Travelgum im Test

Medikamente: Travelgum

Übelkeit, Erbrechen, Reisekrankheit

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KONSUMENT 6/2011 veröffentlicht: 25.05.2011

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Testurteil: Mit Einschränkung geeignet zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit, Erbrechen und Reisekrankheit. Dimenhydrinat ist ein Antihistaminikum, es wird üblicherweise bei der Behandlung von Allergiesymptomen eingesetzt. Der Wirkstoff macht müde, was bei Reisekrankheit erwünscht sein kann – um beispielsweise während einer Schiffsreise eine ruhige Nacht zu verbringen oder im Flugzeug oder Bus schlafen zu können. Dimenhydrinat setzt sich aus den Bestandteilen Diphenhydramin und 8-Chlortheophyllin zusammen, in die es sofort nach der Einnahme im Körper aufgespalten wird. 8-Chlortheophyllin trägt zur Wirkung des Antihistaminikums nichts bei, kann aber das Risiko für unerwünschte Wirkungen erhöhen. Deshalb wird das Präparat als "mit Einschränkung geeignet" bewertet.

Präparat: Travelgum 20 mg Kaugummi-Dragees, 10 Stück

Wirkstoff: Dimenhydrinat

Preis: 6,90 Euro

Travelgum 20mg Kaugummi-Dragees, 10 Stück

Anwendung: Um der Reisekrankheit vorzubeugen, soll ein Kaugummi ca. 15 bis 30 Minuten vor Reiseantritt für 10 Minuten gekaut werden. Sollten Reisebeschwerden auftreten, bei ersten Anzeichen ein weiteres Dragee einnehmen. Die maximale tägliche Dosis liegt für Erwachsene bei sechs, für Kinder von 6 bis 14 Jahren bei drei Kaugummi-Dragees. Bei Einnahme von höheren täglichen Dosen muss mit starker Müdigkeit als Begleiterscheinung gerechnet werden. Dauert die Reise länger als acht Stunden, kann die Einnahme wiederholt werden.

Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen: Das Mittel darf nicht angewendet werden bei Grünem Star (Glaukom), Epilepsie, vergrößerter Prostata beziehungsweise wenn die Blase nicht vollständig entleert werden kann, Tumoren in der Nebenniere sowie bei krankhafter Störung der Blutbildung (Porphyrie).

Unter folgenden Bedingungen sollte der Arzt Nutzen und Risiken einer Anwendung dieser Mittel sorgfältig abwägen: Herzrhythmusstörungen, koronare Herzkrankheit, stark eingeschränkte Leberfunktion, Asthma bronchiale, chronische Atembeschwerden und Verengung im Magen-Darm-Bereich. Schlaf-, Beruhigungs- und Schmerzmittel verstärken die Wirkung des Antihistaminikums.

Das Mittel sollte nicht gleichzeitig mit Medikamenten bei Herzrhythmusstörungen, Malaria, Schizophrenie und mit bestimmten entwässernden Mitteln (Diuretika) sowie bestimmten Antibiotika angewendet werden. Bei einer derartigen Kombination können unter Umständen lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen auftreten. Während der Einnahme sollte kein Alkohol getrunken werden. Das Mittel kann die Haut empfindlicher für Sonneneinstrahlung machen. Im Freien sollte deshalb immer auf einen ausreichenden Sonnenschutz geachtet werden, vom Besuch eines Solariums ist abzuraten.

Gelegentlich treten Sehstörungen, Schwindelgefühle, Erregungszustände sowie Probleme beim Wasserlassen auf. In diesen Fällen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Wirkstoff macht müde und schränkt die Reaktionsfähigkeit ein. Deshalb sollten keine Fahrzeuge gelenkt, Maschinen bedient oder keine Arbeiten ohne festen Halt verrichtet werden.

Schwangerschaft und Kinder: In der Schwangerschaft sollte der Arzt Nutzen und Risiken sorgfältig abwägen. Im letzten Schwangerschaftsdrittel darf das Mittel nicht angewendet werden, weil es vorzeitige Wehen auslösen kann. Für Kleinkinder sind Kaugummi-Dragees ungeeignet.

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