KONSUMENT.AT - Medikamente: Wechsel- und Menstruationsbeschwerden - Leserreaktionen

Medikamente: Wechsel- und Menstruationsbeschwerden

Nicht zu empfehlen

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Konsument 3/2010 veröffentlicht: 28.01.2010

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Leserreaktionen

Nicht verunsichern

Mit großer Verwunderung haben wir gelesen, dass Sie Heilkräuterprodukte als nicht empfehlenswert einstufen. Das Wirken von Heilkräutern basiert auf Erfahrungswerten und weitergegebenem Wissen unzähliger Generationen. Die Tradition, die Erfahrung und das Fortbestehen dieser Rezepturen bestätigen ihre Wirksamkeit.

Die europäische Gesundheitsbehörde hat eine eigene Abteilung für pflanzliche Arzneimittel, dieses Gremium hat die Gruppe der sogenannten traditionellen pflanzlichen Arzneimittel eingerichtet. Für diese gilt die Wirkung aufgrund der Tradition als belegt und muss nicht mehr durch neue Studien nachgewiesen werden.

Sie wissen auch, dass es aus Kostengründen kaum aussagekräftige Studien über pflanzliche Wirkstoffe gibt und dass die wenigsten Wirkstoffe in Pflanzen überhaupt bekannt sind. Daher ist eine Diskussion über sinnvolle oder nicht sinnvolle Kräuterkombinationen nicht zielführend.

Zur Selbstmedikation haben pflanzliche Arzneimittel heute wichtige gesundheitsökonomische Aspekte. Man sollte daher die Bevölkerung durch einen Artikel über pflanzliche Arzneimittel nicht verunsichern. Die Phytotherapie bietet auf Grund ihrer langen Anwendungserfahrung viele Vorteile. Ihre Wirkstoffe sind praktisch nebenwirkungsfrei und sehr verträglich.

Bei Alltagserkrankungen wie leichten bis mittelschweren Erkältungen oder Verdauungsbeschwerden sind pflanzliche Stoffe nicht mehr wegzudenken, ebenso als Begleittherapie zu synthetischen Arzneimitteln.

Mag.pharm. R. Kottas-Heldenberg GmbH
Wien
(aus Konsument 6/2010)

Unsere Bewertung von Arzneimitteln beruht auf dem Handbuch Medikamente, das wir gemeinsam mit der Stiftung Warentest herausgegeben haben und dessen Beurteilungen von Expertengremien verschiedenster medizinischer Fachrichtungen erarbeitet wurden.

Die rechtliche Privilegierung traditioneller pflanzlicher Arzneimittel in der EU ist für Hersteller oder Vertreiber dieser Produkte günstig, für Verbraucher aber nicht unbedingt. Arzneipflanzen sind nicht von vornherein unbedenklich, sie haben ebenso Nebenwirkungen und Wechselwirkungen wie andere Medikamente.

Auch pflanzliche Arzneimittel müssen daher nach den Kriterien der therapeutischen Sicherheit und Zweckmäßigkeit angewandt werden. Dabei stößt die Selbstmedikation mitunter an ihre Grenzen.

Die Redaktion

Cimicifuga

Habe so ein Präparat etwa 2 Jahre genommen, dabei fast dauernd Druck in der Lebergegend sowie ständiges Jucken am Rücken verspürt. Da es mir trotzdem sehr geholfen hat, habe ich es noch einige Zeit weiter genommen. Die Beschwerden verschwanden nach dem Absetzen des Präparates.

Benutzer "EMW"
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(aus Konsument 5/2010)

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Kommentare

  • Cimicifuga
    von EMW am 20.03.2010 um 09:48
    Habe so ein Präparat eta 2 Jahre genommen, dabei fast dauernd Druck in der Lebergegend, sowie nach einiger Zeit ständiges Jucken am Rücken verspürt.Da es mir trotzdem sehr geholfen aht, habe ich es noch einige Zeit weiter genommen.Die genannten Beschwerden verschwanden nach kurzer Zeit mit Absetzen des Präparates zur Gänze.