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Medikamente: Wick Sinex-Aloe Nasenspray

Bei Schnupfen und Nebenhöhlenentzündung

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KONSUMENT 10/2012 veröffentlicht: 27.09.2012

Inhalt

Wick Sinex-Aloe Nasenspray: Testurteil im Detail

Testurteil: geeignet bei Schnupfen für Schulkinder und Erwachsene als schleimhautabschwellendes

Wick Sinex-Aloe Nasenspray: Bei Schnupfen und Nebenhöhlenentzündung; Bild: VKI/K. Schreiner 

Mittel zur kurzzeitigen Anwendung. Der Wirkstoff Oxymetazolinhydrochlorid (adrenalinartige
Substanz) beeinflusst die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut, wodurch diese kurzfristig abschwillt und weniger Sekret bildet.

Zur Behandlung typischer Schnupfensymptome ist das Mittel deshalb geeignet. Es darf aber nur wenige Tage angewendet werden. Bei Dauergebrauch wird die Nasenschleimhaut verödet und unwieder­bringlich geschädigt, Dauerschnupfen und eine chronische Nasenentzündung entstehen (Rhinitis medicamentosa). Da das Medikament das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid enthält, wird es nur mit „auch geeignet“ bewertet, konservierungsmittelfreie Präparate sind vorzuziehen.

Mit Einschränkung geeignet bei Nebenhöhlenentzündung zur kurzzeitigen Anwendung. Das Mittel kann den Sekretabfluss unterstützen. Bisher vorliegende Studien liefern jedoch keine eindeutigen Ergebnisse und reichen nicht aus, um den therapeutischen Stellenwert abschließend zu bestimmen.

Präparat: Wick Sinex-Aloe Nasenspray 0,5 mg/ml Lösung

Wirkstoff: Oxymetazolinhydrochlorid

Preis: 15 ml/5,75 Euro

Anwendung: Alle schleimhautabschwellenden Mittel dürfen keinesfalls häufiger als dreimal täglich und höchstens fünf bis sieben Tage lang angewendet werden. In der Nacht sollte jeweils nur ein Nasenloch, in der nächsten Nacht das andere behandelt werden.

Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen: Bei trockener Nasenschleimhaut darf das Mittel nicht angewendet werden. Bei langfristiger Anwendung kann dieSchleimhaut geschädigt werden. Das Mittel enthält das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid. Dieses beeinträchtigt zusätzlich zum Wirkstoff die Bewegungen der Flimmerhärchen und damit die Selbstreinigung der Nasenschleimhaut. Präparate ohne Konservierungsmittel sind grundsätzlich vorzuziehen. Nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden bei Diabetes,  wenn der Augeninnendruck erhöht ist (insbesondere bei Engwinkelglaukom), bei schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankung (z.B. koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall, hoher Blutdruck), bei Tumoren im Nebennierenmark,  wenn die Schilddrüse zu viel Hormon produziert oder bei vergrößerter Prostata mit Problemen beim Wasserlassen.

Kinder und Jugendliche: Für Säuglinge und Kleinkinder unter sechs Jahren gibt es spezielle Präparate mit schwächer konzentrierten Wirkstoffen. Auch diese dürfen nicht zu oft und zu lange angewendet werden. Generell sollten derartige Präparate für Kinder frei vom Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid sein und nur dann verwendet werden, wenn dies wirklich zwingend erforderlich ist, etwa am Abend, um das Einschlafen zu erleichtern.

Schwangerschaft und Stillzeit: In Schwangerschaft und Stillzeit sind Salzlösungen ohne den adrenalinartigen Wirkstoff vorzuziehen.

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