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Medikamententest: Mittel zur Wundbehandlung

Gut versorgt

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Konsument 10/2007 veröffentlicht: 20.09.2007, aktualisiert: 15.10.2007

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Wundpflegemittel

Der Begriff „Wundpflege“ bezieht sich in erster Linie auf die Pflege der Haut bei Schrunden und Rissen. Wundpflegemittel kommen bei oberflächlichen Schürfwunden zum Einsatz. Sie sollen die Haut befeuchten, Wunden abdecken und die Granulationsgewebebildung fördern.

Präparate auf Dexpanthenolbasis sind gut haut- und wundverträglich. Eine wundheilungsbeschleunigende Wirkung ist zwar nicht nachgewiesen, dennoch werden derartige Mittel bei der Pflege oberflächlicher Schürfwunden und von Wundrändern als geeignet eingestuft. Allergiker sollten jedoch den Gehalt an Parabenen beachten.

Zinkoxidpräparate zur Förderung der Wundheilung

Positiv bewerten die Experten auch Zinkoxidpräparate. Diese decken die verletzte Haut ab, verhindern ein Austrocknen der Wunde und fördern so die Wundheilung. Lebertran als Zusatz hat eine hautpflegende Wirkung. Mirfulan Salbe ist noch mit entzündungshemmendem Hamamelisextrakt sowie Harnstoff versetzt, der die Haut mit Feuchtigkeit anreichert. Dieses Präparat ist zur Wundpflege ebenfalls geeignet.
In Pudan-Lebertran-Zinksalbe ist dagegen der antiseptische Wirkstoff Perubalsam enthalten. Dieser kann Allergien auslösen und wird daher nur mit Einschränkungen empfohlen.

Pflanzliche Präparate

Präparate mit dem ätherischen Öl der Kamille, wie Azulenal- und Kamillosan-Salbe, wirken entzündungshemmend, desinfizierend und schmerzlindernd. Allergien treten bei Arzneimitteln aus echter Kamille selten auf. Diese Präparate werden deshalb ebenso positiv bewertet wie Hametum-Salbe. Diese enthält ein Destillat aus der gerbstoffreichen Hamamelispflanze, deren Wirkstoffe entzündungshemmende und zusammenziehende (adstringierende) Eigenschaften besitzen.

Wenig empfehlenswert ist dagegen Contractubex Gel. Dem enthaltenen Zwiebelextrakt wird unter anderem eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Zudem soll das Präparat die Bildung von wulstigen Narben verhindern. Wissenschaftliche Belege dafür fehlen jedoch. Die Kombination pflanzlicher und synthetischer Wirkstoffe in diesem Mittel ist zudem nicht sinnvoll und die therapeutische Wirksamkeit nicht ausreichend belegt. Das Präparat enthält auch Parabene.

Fazit: Meist genügt es, Wunden unter fließendem Wasser zu reinigen. Bei stark verschmutzten Schürfwunden können Präparate zur Desinfektion und Pflege sinnvoll sein, ihre Anwendung sollte jedoch zurückhaltend erfolgen

Bewertung

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