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Mittel bei Depressionen

Wege aus dem Tief

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Konsument 11/2006 veröffentlicht: 12.10.2006, aktualisiert: 25.10.2006

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Medikamente nicht zu früh absetzen

Wichtig ist auch die Unterstützung aus dem Freundes- und Familienkreis. Depressive sind antriebs- und entscheidungsschwach und auf Zuspruch angewiesen. Jede Aktivität, egal ob es sich um körperliche Bewegung oder einfach nur das Zeitunglesen handelt, ist für den Genesungsprozess förderlich. Allerdings sollte dabei niemals Druck auf den Patienten ausgeübt werden, gut gemeinte „Beschäftigungstherapien“ können schnell zur Überforderung führen.

Am besten mit Psychotherapie

In vielen Fällen kommt der Patient jedoch um die Einnahme eines Antidepressivums, am besten in Kombination mit einer Psychotherapie, nicht herum. Bei der richtigen Einstellung des Medikaments spielt die Erfahrung des Arztes eine wichtige Rolle, um aus einem Angebot von rund 300 Präparaten (siehe Kasten „Hinweise zur Bewertung/Medikamentenauswahl“) das passende Medikament herauszufinden. Je nach Symptomen, Krankheitsverlauf und Verträglichkeit sind verschiedene Wirkstoffgruppen geeignet.

Zehn Tage bis zur Wirkung

Dabei handelt es sich allerdings nicht um Wundermittel, die sofort wirken. Bis die Störung im Stoffwechsel des Gehirns wieder ausgeglichen ist, vergehen in der Regel zehn Tage bis mehrere Wochen. Wichtig ist, dass der Patient sein Medikament über den verordneten Zeitraum in der verordneten Dosis einnimmt. Bei frühzeitigem Absetzen besteht die Gefahr eines Rückfalls.

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