KONSUMENT.AT - Mittel bei Depressionen - Formen der Depression

Mittel bei Depressionen

Wege aus dem Tief

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Konsument 11/2006 veröffentlicht: 12.10.2006, aktualisiert: 25.10.2006

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Formen der Depression

Depressionen werden den sogenannten affektiven Störungen zugerechnet, deren Hauptsymptome sich in einer Veränderung der Stimmungslage in Richtung Depression oder Manie zeigen. Stark vereinfacht unterscheidet man heute:

Bipolare affektive Störungen (früher „manisch-depressiv“) . Einem Stimmungshoch mit gesteigertem Antrieb und erhöhter Aktivität folgt eine Phase der Stimmungssenkung, mit vermindertem Antrieb und Aktivität.

Depressive Episoden. Dabei wird zwischen leichten, mittelgradigen, schweren ohne psychotische Symptome, schweren mit psychotischen Symptomen und sonstigen depressiven Episoden unterschieden.

Rezidivierende depressive Störung. Gekennzeichnet durch wiederholte depressive Episoden. Der Unterschied zu bipolaren affektiven Störungen ist, dass keine manischen Episoden auftreten. Die schweren Formen der rezidivierenden depressiven Störungen wurden früher als „manische Depression“, „Melancholie“, „vitale Depression“ oder „endogene Depression“ bezeichnet.

Bei Müttern stellen sich häufig nach der Entbindung Gemütsveränderungen ein. Diese werden in drei Kategorien unterteilt:

Postpartales Stimmungstief. Depressive Verstimmung, labile Stimmungslage zwischen dem dritten und zehnten Tag nach der Geburt. Symptome: gesteigerte Empfindsamkeit Ängstlichkeit, Unruhe, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Weinen und Stimmungsschwankungen.

Postpartale Depression (Wochenbettdepression). Psychische Störung im Wochenbettverlauf, meist in den ersten Monaten nach der Entbindung. Symptome: Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, häufiges und scheinbar grundloses Weinen, Grübeln, Hoffnungslosigkeit, Dauermüdigkeit, Erschöpfung, Energieverlust, Konzentrationsstörung, Desinteresse am Alltäglichen, sexuelles Desinteresse, „Gefühllosigkeit“, Appetitlosigkeit, Zerschlagenheitsgefühl, Konzentrationsschwäche, Ängste, Ruhelosigkeit, Minderwertigkeitsgefühle, Schuldgefühle, „gemischte“ Gefühle/Abwehr gegenüber dem Kind und dem Partner, Kreislaufprobleme, Kopf- und Rückenschmerzen, Herzrasen, Magenschmerzen, Verdauungsprobleme, Sehprobleme/„trockene“ Augen, Schmerzen im Brustkorb, Panikattacken bis hin zu Selbstmordgedanken.

Postpartale Psychose (Wochenbettpsychose). Schwere psychische Störung im Wochenbettverlauf und darüber hinaus, meist innerhalb der ersten Wochen nach der Geburt. Verstärkte Form der Wochenbettdepression, extreme Stimmungsänderungen, extreme Angstzustände, Verzweiflung, Verwirrtheit, geringes Schlafbedürfnis und Schlafstörungen, starke Unruhe, Halluzinationen, Wahnvorstellungen (Angst, sich und/oder dem Kind etwas anzutun), Selbstmordgefahr.

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