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Mittel bei Pilzerkrankungen (Teil 1)

Lästig und langwierig

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Konsument 1/2005 veröffentlicht: 09.12.2004

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Geduldprobe Nagelpilz

Nagel- und Fußpilz treten meist gemeinsam auf. Beinahe jeder Patient mit einem Zehennagelpilz weist auch eine Pilzinfektion an den Fußsohlen auf, meist die Infektionsquelle für den Nagelpilz. Da der Pilz unter dem Nagel wächst, wird die Nagelplatte angehoben und verfärbt sich meist gelblich. Nagelpilz ist keine schlimme, aber eine sehr langwierige Erkrankung. Der Nagel muss herauswachsen, und das kann bis zu einem Jahr dauern. Dies ist der Grund, warum die verschiedenen Behandlungen immer zwischen drei und zwölf Monate dauern. Damit der Pilz wirklich völlig beseitigt ist, dürfen sich absolut keine Pilzelemente mehr in den zahlreichen Hohlräumen des Gewebes unter der Nagelplatte befinden. Andernfalls kann der Pilz immer wieder neu wuchern!

Mit Sandpapierfeilen Nagelplatte anfeilen

Zur Behandlung von Nagelpilz stehen in erster Linie verschiedene Lösungen und Nagellacke zur Verfügung. In jedem Fall sollten Sie die befallene Nagelplatte vor dem Auftragen des Pilzmittels sanft anfeilen. Dadurch wird pilzhaltige Nagelsubstanz entfernt und das Eindringen der Wirksubstanz durch die Nagelplatte erleichtert. Am besten eignen sich dazu Sandpapierfeilen, die Sie nach einmaligem Gebrauch sofort wegwerfen!

Medikamente auf keinen Fall absetzen

Lässt sich der Nagelpilz mit äußerlich angewendeten Medikamenten nicht ausreichend bekämpfen, bleibt nur die Behandlung mit Tabletten. Unterschiede gibt es hier vor allem in der Dosierung: Manche Wirkstoffe wie Itraconazol werden intervallmäßig über einige Monate eingesetzt, d.h. eine Woche lang werden täglich 2 x 2 Kapseln eingenommen, gefolgt von drei Wochen Therapiepause. Fluconazol hingegen wird nur einmal pro Woche, allerdings über einen sehr langen Zeitraum von durchschnittlich neun Monaten, verwendet. Terbinafin wiederum wird täglich, jedoch nur über etwa drei Monate eingenommen. Da Pilze echte Überlebenskünstler sind, dürfen Sie die von Ihrem Arzt verschriebenen Medikamente auf keinen Fall selbst absetzen!

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