KONSUMENT.AT - Nassrasierer - Unterschiedliche Haltbarkeit

Nassrasierer

Die scharfe Marke

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Konsument 2/2011 veröffentlicht: 19.01.2011

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Batteriebetriebener Trimmer

Einen batteriebetriebenen Trimmer kann hingegen der Wilkinson Sword Tita­nium Precision vorweisen. Er sitzt am unteren Griffende und ist auf verschiedene Haarlängen einstellbar. Allerdings ist der Trimmer laut, vibriert stark und der Rasierer ist durch das zusätzliche Gewicht schlecht ausbalanciert. Immer noch "gut", aber abgeschlagen, landete der schon erwähnte Hydro 5 von Wilkinson Sword auf Platz 6, dicht gefolgt von drei deutlich preisgüns­tigeren Diskont-Produkten, darunter die baugleichen Balea Revolution 5.1 und ­Norma King for men. Dies ist übrigens ­keine Ausnahme. Viele Diskontmärkte und Drogerieketten führen Eigenmarken, die aber von lediglich einer Handvoll Herstellern stammen.

Tägliche Zeremonie

Insgesamt 55 Testpersonen im Alter von 18 bis 65 Jahren haben für diese Untersuchung täglich eine Nassrasur sozusagen "zeleb­riert". Denn während eine elektrische ­Rasur eine eher nüchterne, pragmatische Ange­legenheit ist, bedarf es beim Hantieren mit der Klinge einer gewissen Vorbereitung, Ruhe und Konzentration (siehe auch "Die perfekte Nassrasur"). Dafür ist aber auch das Ergebnis spürbar gründlicher und anhaltender. Beim Elektrorasierer sind die oszillierenden bzw. rotierenden Messer durch eine Scherfolie abgedeckt. Die Klinge hat hingegen unmittelbaren Hautkontakt und schneidet die Barthaare um das entscheidende Stück kürzer.

So sieht ein nass rasierter Mann nach Stunden immer noch so aus, als hätte er sich gerade elektrisch enthaart. Eine Ausnahme bei den Nassrasierern stellen die Wilkinson Sword-Modelle Quattro und Protector 3 dar: Ein Schutzgitter bewahrt die Klingen vor Beschädigung und den Be­nutzer vor Verletzungen. Allerdings ist es deshalb notwendig, stärker aufzudrücken, was die Haut vermehrt strapaziert.

Vom Flaum bis zum Drahtverhau

Grundsätzlich waren im Test alle Varianten männlichen Bartwuchses vertreten: vom jugendlichen Flaum auf sensibler Haut bis hin zum sonnengegerbten Gesicht mit drahtigen Bartstoppeln. Bewertet wurden letztlich nur die Probanden mit normalem bis etwas stärkerem Bartwuchs sowie mit normaler bis etwas sensiblerer Haut. Die unterschiedlichen Barttypen zeigten, dass sich die Frage nach der Haltbarkeit der zum Teil recht hochpreisigen Klingen nicht allgemein beantworten lässt.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Testsieger von Gilette
    von REDAKTION am 07.02.2011 um 08:38
    Tatsächlich haben Umweltkriterien im Test keine Rolle gespielt. Allerdings wäre dies auch ziemlich kompliziert geworden. Es wäre mit der Batteriefrage alleine nicht getan gewesen. Wir hätten z.B. berechnen müssen, wieviel Energie in die Produktion gesteckt wird, wieviel Energie die Transportweg vom Produktionsland nach Österreich verschlingt und auch die Einwegsysteme mit den Mehrwegsystemen vergleichen müssen. Dass Hofer fehlt hat den einfachen Grund, dass es sich beim Test um eine Kooperation mit der deutschen Stiftung Warentest handelt und wir daher die Produktauswahl nicht alleine treffen konnten.
  • Testsieger von Gilette
    von gerhard56 am 06.02.2011 um 15:09
    Es ist schon befremdlich, daß der Testsieger ein Naßrasierer ist, bei welchem man(n) eine Batterie verwenden kann bzw. muß, um zu einem guten Rasierergebnis zu kommen. Warum wurde bei diesem Test nicht auch ein Umweltkriterium bewertet? Da würde es mit dem Testsieger schon anders aussehen! Außerdem ist es auch für mich nicht ganz nachvollziehbar, warum die Rasierer von Hofer nicht dabei sind.
  • Nassrasierer
    von Alber Michael am 28.01.2011 um 19:23
    Ich habe das Rasiersysthem von Hofer (Eigenmarke) und bin sowohl mit der Technik als auch mit dem Rasierergebnis sehr zufrieden. Ich habe auch Gilette Mach3 getestet, konnte nur einen Unterschied feststellen: der Preis!
  • Preise wie ein Hitec-Produkt
    von REDAKTION am 28.01.2011 um 08:46
    Die Frage nach der Haltbarkeit der Klingen lässt sich nicht pauschal beantworten. Je nach Stärke des Barthaars halten die Klingen länger oder weniger lang. Wie in den Testkriterien angemerkt beurteilte eine Gruppe von 13 Probanden pro Rasierer dieses Kriterium. Sie rasierten sich so oft mit der Klinge, bis die Schärfe merklich nachließ und der Klingenblock bzw. der Einwegrasierer gewechselt werden musste. Natürlich ist das subjektiv, aber anders ist die Haltbarkeit kaum zu testen.
  • Preise wie ein Hitec-Produkt
    von bergerj8 am 28.01.2011 um 08:35
    Seit mehr als 10 Jahren verwende ich den Gillette Sensor Nassrasierer und wechsle aus Protest die Marke. Das System von DM (Revolution 5.1) ist sicher nicht revolutionär anders, aber deutlich preisgünstiger als die Produkte des Marktführers. Ich verlass mich auf das Testergebnis und probier mal was anderes. Haltbarkeit der Klinge? Bei der Gillette Sensor hab ich einmal im Monat die Klinge getauscht, d.h. nach ca. 15 Rasuren. Was man im Test unter "sehr gut/gut/befriedigend" in Bezug auf Haltbarkeit versteht, wird nicht erklärt! Eine kleine Schwäche des Tests.