KONSUMENT.AT - Optiker - So haben wir getestet

Optiker

Trübe Aussichten

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Konsument 5/2001 veröffentlicht: 01.05.2001

Inhalt

Zwei Testpersonen haben bei 13 Augenoptikern beziehungsweise Optiker-Ketten ihre Augen vermessen und Brillen anfertigen lassen: der eine eine günstige Zweitbrille fürs Autofahren; der andere eine billige optische Sonnenbrille für Auto und Sport, verlangt wurde dabei 100-prozentiger UV-Schutz.
Vor dem Test wurden die Testpersonen von drei Experten unabhängig voneinander untersucht und ein Befund erstellt. Bei der Abholung der Brillen ließen wir uns die von den Firmen gemessenen Werte schriftlich bestätigen. Die Brillen wurden auf Übereinstimmung mit den Firmenmesswerten geprüft. Dabei wurde auch der Pupillenabstand kontrolliert.

  • Bewertet wurde bei der Sehschärfe-Messung die Abweichung der Messergebnisse der Firmen vom Befund der Experten nach dem Schulnotenprinzip. Eine Abwertung erfolgte, wenn bei den angefertigten Brillen der Pupillenabstand nicht den „Gütebestimmungen im Augenoptikerhandwerk“ entsprach.
  • Bewertet wurde weiters die Messumgebung in einer Skala von 1 bis 5. Mit der Note 1 wurde ein eigener, abgeschlossener Raum, mit der Note 5 eine Messung mitten im Geschäft und im Verkaufsgeschehen bewertet.
  • In die Bewertung eingegangen sind auch die Art und die Korrektheit der Beratung. Hier erwarteten wir bei der Testperson B den Hinweis, einen Arzt aufzusuchen, da ein Auge nicht auf 100 Prozent Sehschärfe auszukorrigieren war. „Nicht zufriedenstellend“ war die Bewertung, wenn dieses Problem nicht erkannt und keinerlei spezifische Beratung angeboten wurde.
  • Die Brillenfassungen und die Qualität der Gläser wurden nicht bewertet. Auch der Preis floss nicht in das Testergebnis ein.
  • Bei den Sonnenbrillen wurde der UV-Schutz überprüft (380 nm). Brillen unter 98 Prozent UV-Schutz wurden gemäß der Bestellung in diesem Punkt als „nicht zufriedenstellend“ bewertet.
  • In die Berechnung des „Konsument“-Testurteils gingen die Sehschärfen-Messung mit 70 Prozent, die Beratung mit 15 Prozent, die Messumgebung mit 5 Prozent und der UV-Schutz der Sonnenbrille mit 10 Prozent ein.