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Optiker

Trübe Aussichten

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Konsument 5/2001 veröffentlicht: 01.05.2001

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Nur drei Brillen korrigierten „sehr gut“

Eine eindeutige Aussage über die Qualität der Augenoptiker ist nicht möglich. Die Ergebnisse sind höchst unterschiedlich, aber selten durchwegs gut, es gab jede Kombination: korrekte Messung und mangelhafte Beratung, sehr gute Beratung und dazu eine mangelhafte Brille, beides schlecht oder beides gut. Abweichungen um eine viertel Dioptrie bei den Messungen sind akzeptabel, denn das Auge ändert im Lauf des Tages ein wenig seine Brechkraft. Aber eine Differenz um eine Dioptrie, wie bei Testperson B gemessen, ist ein nicht tolerierbarer Kunstfehler. Bei drei Brillen stimmten die Pupillenabstände nicht mit den Messdaten überein: zwei Brillen von Pippig in Linz und einer von Niedermeyer in Wien. Insgesamt nahmen es die Augenoptiker mit den Pupillenabständen nicht so genau, doch kleine Abweichungen sind erlaubt und die meisten Brillen waren innerhalb dieser Toleranzgrenzen. Abgewertet wurde die Ausführung, wenn diese „Gütebestimmungen im Optikerhandwerk“ nicht eingehalten wurden.

Insgesamt haben nur drei Brillen von 22 die Fehlsichtigkeit sehr gut auskorrigiert. Sehr gute Beratung gab es bei Hartlauer und Pearle in Wien, sowie bei Optiker Gumpelmayer in Linz. Allerdings wurde bei Letzterem die Sonnenbrille nicht rechtzeitig bis zum Ende des Tests fertig.

Die Kontrolle der optischen Sonnenbrillen ergab, dass alle von den Optikern sowie die von Pearle und Foto Niedermeyer einen 100-prozentigen UV-Schutz bieten. Die Sonnenbrillen von Fielmann, der den Kunden 98 Prozent Sonnenschutz garantiert, kamen dagegen nur auf 93 Prozent, die von Hartlauer schirmen sogar nur 85 Prozent der UV-Strahlen ab.

Bei der Gesamtbewertung aller Brillen musste dreimal „durchschnittlich“ und einmal sogar „weniger zufriedenstellend“ gegeben werden. Insgesamt am besten abgeschnitten hat Pearle in Innsbruck.