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Optiker

Trübe Aussichten

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Konsument 5/2001 veröffentlicht: 01.05.2001

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Von 350 bis fast 3500 Schilling

Erstaunlich groß sind die Preisunterschiede. Die von Testperson A geforderte, möglichst billige optische Sonnenbrille war bei Pillwein in Wien am teuersten: 3426 Schilling; die billigste bei Fielmann in Linz kostete nur ein Zehntel davon, unglaubliche 350 Schilling. Allerdings hatte sie nicht den vom Kunden geforderten UV-Schutz. Die Preise für die Zweitbrille von Testperson B variierten zwischen 3090 Schilling (Pillwein in Wien) und 939 Schilling (Fielmann in Innsbruck) – um das Dreifache.

Auch bei der Preisgestaltung gab es Überraschungen. Als unser Tester bei Pearle in Innsbruck seine Kunststoffgläser abholte, musste er 2578,40 Schilling bezahlen, während über den Bildschirm im Geschäft die Werbung für eine Aktion „alle Gläser nur noch 790 Schilling“ lief. Das war offenbar nur ein Werbeschmäh: Für die Entspiegelung musste man auch in der Wiener Filiale 700 Schilling je Glas drauflegen. Bei Optiker Miller in Innsbruck dagegen gab es ein Set-Angebot mit Fassung und entspiegelten Gläsern um 2100 Schilling. Aufgefallen ist, dass im günstigen Preissegment das Angebot an Fassungen sehr unterschiedlich ist. Die größte Auswahl bietet Fielmann in Linz und Innsbruck, die kleinste Pearle in Innsbruck.

Optiker oder Kette?

Die Antwort darauf fällt nicht leicht. Sehr gute Messergebnisse gab es sowohl bei zwei Optikern (Pillwein in Wien und Miller in Innsbruck), als auch in einer Hartlauer-Filiale. Bei der anderen Testperson erreichten Optiker Pillwein und die Hartlauer-Filiale nur ein „durchschnittliches“, Miller sogar nur ein „weniger zufriedenstellendes“ Ergebnis. Dass die Kompetenz, wie es heißt, ausschließlich beim Augenoptiker zu finden wäre, stimmt also insgesamt nicht. Mit gesunden Augen kann man den Sehschärfentest ebenso gut bei einer Kette wie im Optiker-Fachgeschäft machen lassen. Die Chance auf eine korrekt angemessene Brille beträgt hier wie da nur – eins zu eins.