KONSUMENT.AT - Patientenanwaltschaften - Juristische Fragen, Entschädigungsfonds

Patientenanwaltschaften

Wenn der Doktor pfuscht

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KONSUMENT 6/2013 veröffentlicht: 29.05.2013

Inhalt

Juristische Fragen, Konflikte ohne Rechtsanspruch

Der Begriff "Anwaltschaft" ist dabei im besten Sinne des Wortes zu ver­stehen. Der Beistand für die Betroffenen ­beschränkt sich nämlich nicht auf juristische Fragen, sondern umfasst ausdrücklich auch Konfliktsituationen ohne Rechtsanspruch.

Patienten-Entschädigungsfonds

Häufig wird eine außergerichtliche Streit­beilegung erzielt. Dabei kann es auch zu Entschädigungszahlungen kommen, wenn keine eindeutige Haftung gegeben ist. Grundlage dafür bietet der Patienten-Ent­schä­digungs­fonds. Dafür leisten die Rechtsträger der ­öffentlichen Kranken­anstalten ihren Beitrag. Pro Tag und Person im Spital werden dem Fonds 73 Cent zugeführt.

Wenn stichhaltige Beweise fehlen

Zuwendungen aus dem Fonds können auch dann beansprucht werden, wenn kein Behandlungsfehler entdeckt oder ein im Spital erlit­tener Schaden nicht stichhaltig bewiesen ­werden kann.

Neben den Patientenanwaltschaften sind auch die Schiedsstellen von ­Ärzte- und Zahnärztekammer in die Bewertung der Schadensfälle eingebunden. In den vergangenen zehn Jahren haben die Entschädigungsfonds der Länder insgesamt etwa 50 Millionen Euro ausgezahlt.

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