KONSUMENT.AT - Psychotherapeuten - Bewertung weitgehend positiv

Psychotherapeuten

Erstgespräch mit Kontaktschwierigkeiten

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Konsument 6/2010 veröffentlicht: 20.05.2010, aktualisiert: 25.05.2010

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Bewertung weitgehend positiv

Insgesamt fällt unsere Bewertung weit-gehend positiv aus. Von den 28 getesteten Therapeuten schnitten 5 sehr gut, 16 gut,  5 durchschnittlich und 2 weniger zufriedenstellend ab. Alle Therapeuten nahmen sich relativ viel Zeit.

Unterschiede traten vor allem in der Bewertung der beiden Szenarien auf. So kamen die Therapeuten mit der Szenario 2 (Angststörung) besser zurecht. In der Regel wurde hier eine Therapie in Aussicht gestellt, über die Therapiemethode aufgeklärt und der Arbeitsstil erläutert. Auch die Kosten der Behandlung wurden meist offen kommuniziert.

Beim Szenario 1 (Beziehungsprobleme) hätten wir erwartet, dass unserer Testperson Informationen über die Rahmenbedingungen einer Therapie erhält und dass Hilfestellung für den Umgang mit dem Partner und das Verhalten ihm gegenüber angeboten wird. Die Testperson fühlte sich jedoch häufig "überfahren". Aus dem Erstgespräch wurde eine Therapiesitzung.

Eine große Bandbreite ergab sich bei den Honoraren, sie lagen zwischen 0 und 120 Euro. Manche Therapeuten bieten für sozial schwächere Klienten günsti-gere Tarife an. Es lohnt sich also, bereits bei der Anmeldung nachzufragen

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
37 Stimmen
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Kommentare

  • Kein Gesamtvertrag ein Skandal
    von sapereaude am 07.06.2010 um 08:53
    Es ist ein Skandal, dass es seit fast zwei Jahrzehnten den gesetzlich vorgesehenen Gesamtvertrag für die psychotherapeutische Versorgung der Versicherten nicht gibt. Die Entscheidungsträger in der Politik und bei den Krankenkassen tun nichts, um diesen unwürdigen Zustand abzustellen. Viele Psychotherapiepatientinnen müssen tief in die Tasche greifen, um eine Psychotherapie finanzieren zu können, haben lange Wartezeiten für die unzureichenden "Krankenkassaplätze" oder haben überhaupt keinen Zugang zu einer notwendigen Psychotherapie. Wenn bei ÄrztInnen ein vertragsloser Zustand ist - siehe die derzeitige Situation bei der SVA -, dann ist Feuer am Dach und es herrscht bei den verantwortlichen Stellen Konsens darüber, dass dies unerträglich ist. Aber für die PsychotherapiepatientInnen fehlt dieses absolut wichtige Engagement....