KONSUMENT.AT - Psychotherapeuten - Zusammenfassung

Psychotherapeuten

Erstgespräch mit Kontaktschwierigkeiten

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Konsument 6/2010 veröffentlicht: 20.05.2010, aktualisiert: 25.05.2010

Inhalt

Erstgespräch bei Psychotherapeuten: Zusammenfassung

  • Einen Therapeuten finden: Wer keinen geeigneten Therapeuten über den Familienkreis bzw. durch den Hinweis einer Vertrauensperson findet, tut sich schwer. Die offizielle Psychotherapeutenliste des  Bundesministeriums für Gesundheit weist Lücken auf. Hilfreich kann ein Anruf beim jeweiligen Landes­verband für Psychotherapie sein.
  • Erreichbarkeit: Die Therapeuten sind nicht immer sofort zu erreichen. Beim Hinterlassen einer  Nachricht auf dem Anrufbeantworter erfolgt der Rückruf unter Umständen erst nach mehreren Tagen.  Am besten erreichbar waren die Therapeuten in unserem Test jeweils ca. zehn Minuten vor der vollen Stunde. Klienten mit körperlichem Handicap sollten bei der Anmeldung sicherstellen, dass die Praxis für sie zugänglich ist. Dies war meistens nicht der Fall.
  • Erstgespräch: Die Vertrauensbasis zwischen Therapeut und Klient ist ein entscheidender Faktor. Deshalb empfiehlt es sich, Erstgespräche mit mehreren Therapeuten zu führen. Auf keinen Fall sollte man sich zu einer Therapie drängen lassen. Beim Erstgespräch sollten für den Klienten wichtige Fragen (Therapieform und ­dauer, Zahl der Sitzungen pro Woche, Kosten, Absagemodalitäten …) geklärt werden. Das erstellen einer Checkliste kann hilfreich sein. Der Klient sollte sich nicht scheuen, bei Unklarheiten nachzufragen.

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Kommentare

  • Kein Gesamtvertrag ein Skandal
    von sapereaude am 07.06.2010 um 08:53
    Es ist ein Skandal, dass es seit fast zwei Jahrzehnten den gesetzlich vorgesehenen Gesamtvertrag für die psychotherapeutische Versorgung der Versicherten nicht gibt. Die Entscheidungsträger in der Politik und bei den Krankenkassen tun nichts, um diesen unwürdigen Zustand abzustellen. Viele Psychotherapiepatientinnen müssen tief in die Tasche greifen, um eine Psychotherapie finanzieren zu können, haben lange Wartezeiten für die unzureichenden "Krankenkassaplätze" oder haben überhaupt keinen Zugang zu einer notwendigen Psychotherapie. Wenn bei ÄrztInnen ein vertragsloser Zustand ist - siehe die derzeitige Situation bei der SVA -, dann ist Feuer am Dach und es herrscht bei den verantwortlichen Stellen Konsens darüber, dass dies unerträglich ist. Aber für die PsychotherapiepatientInnen fehlt dieses absolut wichtige Engagement....