KONSUMENT.AT - Rettung und Notruf - Intervention, Ergebnis, Fazit

Rettung und Notruf

Wer bezahlt die Rechnung?

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KONSUMENT 8/2013 veröffentlicht: 25.07.2013

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Zahlen die Erben oder die Krankenkassa?

Ist der Einsatz aus medizinischer Sicht überflüssig, zum Beispiel bei einem Todesfall oder wenn keine entsprechende medizinische Indikation vorliegt, stellt die Rettung die Kosten in Rechnung. Im Todesfall des Gebührenschuldners richtet sich die Vorschreibung an die Erben. Im Gesetz steht allerdings auch, dass die Kosten auch durch die jeweilige Kranken­kasse übernommen werden können.

Die Intervention

Die Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft macht sich Letzteres zunutze und interveniert bei sozialer Härte oder bei Vorliegen medizinisch/psychosozialer Gründe direkt bei den jeweils zuständigen Stellen, um eine Reduzierung des Rechnungsbetrages bzw. eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse oder die MA 70 zu erreichen.

Das Ergebnis

Bei zwei der vorliegenden Fälle verlief die Intervention erfolgreich. Frau P. musste statt 577 Euro nur 86,70 Euro bezahlen. Der frisch entbundenen Mutter wurden die Kosten ganz erlassen.

Das Fazit

Zögern Sie nicht, bei einem Notfall die Rettung zu rufen (Telefon 144). Benötigen Sie außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Ordinationen einen Arzt oder sind Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage, einen Arzt aufzusuchen, rufen Sie den Ärztefunkdienst (Telefon 141). Die WPPA bemüht sich, mit dem Bundesministerium für Gesundheit und mit dem Land Wien eine Regelung zu finden, bei der die Kosten für Rettungseinsätze nicht den Patienten bzw. deren Hinterbliebenen aufgebürdet werden.

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