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Rezeptfreie Mittel bei Venenerkrankungen

Besser gleich zum Arzt!

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Konsument 5/2007 veröffentlicht: 19.04.2007

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Mittel zur inneren Anwendung

Kaum besser schneiden die Venenmittel zur inneren Anwendung ab. Bei Präparaten auf der Basis von Weinblätterextrakten fehlt bislang der wissenschaftliche Nachweis einer therapeutischen Wirkung. Ähnliches gilt für den Wirkstoff Oxerutin, der unter anderem aus dem japanischen Schnurbaum gewonnen wird. Beide Präparate werden deshalb als „wenig geeignet“ beurteilt.

Bedingt geeignet

Auch Extrakte aus Rosskastaniensamen sind zweifelhaft. Studien belegen zwar eine geringe Abnahme des Beinvolumens, eine tatsächliche und längerfristige positive Auswirkung auf den Krankheitsverlauf ist jedoch nicht erwiesen. Unsere Experten bewerten derartige Medikamente als „mit Einschränkung geeignet“. Zu beachten ist, dass Rosskastaniensamenpräparate in Form von alkoholischen Auszügen von abstinenten alkoholkranken Patienten nicht eingenommen werden dürfen.

Wenig geeignet

Medikamente mit einer Wirkstoffkombination von Heparin, Rosskastanienextrakt und Arnikatinktur werden als „wenig geeignet“ eingestuft, da der Beleg für die therapeutische Wirksamkeit fehlt. Arnika birgt zudem, wie bereits erwähnt, ein relativ hohes allergisches Potenzial.

Kosmetika und Drogerieprodukte

Skepsis ist auch bei in Drogerien angebotenen Produkten angebracht (etwa dem bei BIPA erhältlichen Abtei Venen Aktiv Balsam mit Pflanzenextrakten aus Rosskastanie, Arnika und Kamille sowie Menthol, Kampfer, Methylsalicylat und Parabenen). Da es sich dabei um kein als Arzneimittel zugelassenes Präparat handelt, ist eine Konzentrationsangabe nicht gesetzlich vorgeschrieben. Deshalb ist kein direkter Vergleich mit den getesteten Medikamenten möglich. Unsere Experten melden jedoch, was die Wirksamkeit dieses Produktes angeht, starke Zweifel an. Die Verwendung von Arnika und Parabenen erhöht die Gefahr allergischer Reaktionen.

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