Rotschimmelreis

Alarmstufe Rot

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KONSUMENT 6/2016 veröffentlicht: 25.05.2016

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Viele Patienten mit erhöhten Cholesterinwerten greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln aus Rotschimmelreis. Doch ­die Einnahme dieser Präparate ist mit erheblichen ­Risiken verbunden.

Wer unter einem erhöhten Cholesterin­spiegel – genauer: einem erhöhten Wert des "schlechten" LDL (Low Density Lipoprotein)-Cholesterins – leidet, erhält häufig sogenannte Statine verschrieben. Diese Arzneimittel sind allerdings aufgrund ihrer un­erwünschten Wirkungen umstritten. Unklar ist auch, inwieweit Statine Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen überhaupt vorbeugen ­können.

Alternative zu Statinen

Viele Patienten suchen deshalb nach verträglicheren Alternativen. Populär sind Nahrungsergänzungsmittel aus Rotschimmelreis (Red Rice). Derartige Präparate sind in Apotheken oder auch im Internet ­erhältlich. Die Kapseln sollen beim Senken des Cholesterinspiegels helfen und den Fettstoffwechsel stabilisieren.

Zutat in chinesischer Küche

Rotschimmelreis, auch rote Reishefe oder roter fermentierter Reis genannt, ist seit Hunderten Jahren eine wichtige Zutat in der chinesischen Küche. Die gemahlenen Körner dienen zur Aromatisierung und Konservierung von Speisen und Getränken. Sie sorgen zudem für eine optische Aufwertung – etwa die rotbraune Kruste auf der Pekingente.

Rotschimmelreis ist keine spezielle Reis­sorte, sondern das Ergebnis eines Gärungspro­zesses. Dabei wird normaler Reis mit bestimmten Schimmelpilzkulturen der Gattung ­Monascus fermentiert, wodurch die typische Rotfärbung auftritt. Darüber hinaus ent­stehen andere Substanzen wie Monacolin K.

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Kommentare

  • Rotschimmelreis - Stellungnahme
    von sylviakl am 12.01.2018 um 17:37
    Ich pflichte Ihnen rundum bei, dass diese Produkte nicht einfach nur von Patienten ohne ärztliche Empfehlung als Nahrungsergänzungsmittel genommen werden soll. Jedoch: Wer Statine zur Cholesterinsenkung nicht verträgt, benötigt Alternativen. Und in solchen Fällen bekommen Patienten vom Arzt alternative Produkte mit Monacolin K empfohlen. Aufgrund der von Ihnen dargestellten ähnlichen chemischen Struktur und Wirkungsweise, wirken diese Alternativen in der Tat ähnlich - und das erstaunlich gut und eben ohne die Nebenwirkungen der Statine. In meinem Bekanntenkreis sind diese alternativen Produkte nun mehr tw. seit Jahren erfolgreich im Einsatz und bewirken die notwendige Cholestinsenkung, sodass keine statinhältigen Präparate erforderlich sind. Vieles ist nicht wissenschaftlich erwiesen und wirkt trotzdem. Auch den von Ihnen angeführten dagegensprechenden Argumente steht gegenüber, dass die erwartete Wirkung bei diesen Produkten eintritt und diese wirken. Also eine Warnung auszusprechen vor einer - ohne mit dem Arzt abgestimmten Einnahme solcher Produkte - finde ich gut. In Sinne von mündigen Patienten und Ärzten, die auch wirksame Alternativen stattdessen empfehlen (wenn übliche jahrzentelang bewährte Präparate nicht vertragen werden), empfinde ich Ihre negative Darstellung als wenig hilfreich.
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