KONSUMENT.AT - Schlafstörungen - Atembezogene Schlafstörungen

Schlafstörungen

Wenn die Nacht zur Qual wird ...

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Konsument 1/2003 veröffentlicht: 16.12.2002

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Das Sägewerk im Schlafzimmer

Schnarchen kann durchaus auch unangenehme gesundheitliche Auswirkungen haben.

Jeder zweite Mann über 50 und jede dritte Frau dieser Altersgruppe tun es: Sie schnarchen. Meist empfindet dies der Partner als wesentlich belastender als der Schnarchende selber. Hinter dem Begriff „Schnarchen“ verbirgt sich eine Vielzahl von Ursachen. Verkrümmungen der Nasenscheidewand, Erschlaffung des Gaumensegels oder Fehlstellungen des Kiefers sind nur einige mögliche Auslöser der nächtlichen Ruhestörung.

Begünstigende Faktoren. Übergewicht oder anatomische Merkmale wie ein kurzer Hals oder große Mandeln begünstigen das Schnarchen genauso wie entspannungsfördernde Medikamente oder Alkohol. Den meisten Ausprägungen des Schnarchens ist allerdings gemeinsam, dass sie zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff führen. Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, gesteigerte Krankheitsanfälligkeit sind häufige Folgen.

Wann zum Arzt? Besonders gefährlich ist dabei die so genannte Schlafapnoe, eine Ausprägung des Schnarchens, die durch sehr laute Geräuschentwicklung und wiederholte, komplette Atemstillstände gekennzeichnet ist. Diese Erstickungsanfälle bewirken auch einen raschen Wechsel von extrem niedrigen und hohen Herzfrequenzen, was das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich vergrößert. Besteht der Verdacht auf Schlafapnoe, sollte unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

In den anderen Fällen kann bereits eine Änderung des Lebensstils (Abnehmen, kein Alkohol), ein gutes Bett, eine Veränderung der Schlafposition, weg von der Rückenlage Besserung bringen. Hilft dies nicht, ist auch hier wieder der Arzt zu konsultieren, der dann eventuell operative Eingriffe im Kiefer- oder im Hals-Rachenbereich empfehlen wird.

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