Schlafstörungen

Wenn die Nacht zur Qual wird ...

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Konsument 1/2003 veröffentlicht: 16.12.2002

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Die Ansichten von Kindern und Eltern über Schlafzeiten und Schlafbedarf der Kleinen klaffen recht häufig weit auseinander. Hier die wichtigsten Informationen, wie Sie damit umgehen.

Wichtig sind abendliche Rituale, die das Kind aufs Zu-Bett-Gehen vorbereiten, und liebevolle Konsequenz. Zähneputzen, eine Geschichte, Licht abdrehen oder dämpfen und dann aus. Kein Saft mehr, kein „Ich muss dir noch etwas sagen..“ und für ein „Ich hab Angst“ gibt es bei leicht geöffneter Tür, die ein wenig Licht hereinlässt und durch die leise zu hören ist, dass die Eltern anwesend sind, keinen Grund.

Häufig sorgen diverse Kinderkrankheiten für unruhigen Schlaf. Sind diese vorüber, können die meisten wieder problemlos ein- und durchschlafen. Auch schlafgebundene Störungen wie Albträume, Bettnässen oder Schlafwandeln sind kein Anlass zu übermäßiger Sorge. Diese Symptome bilden sich fast immer während der ersten Schuljahre zurück. Haben Sie aber den Eindruck, dass Ihr Kind seit mehreren Wochen nicht auf seine altersgemäße Schlafmenge kommt, ist es sinnvoll, den Arzt aufzusuchen.

Als angemessene Schlafmenge gelten dabei bei Kindern im ersten Lebensjahr rund 16 Stunden täglich, Vorschulkinder benötigen etwa zehn bis zwölf Stunden. In der Pubertät kann das Schlafbedürfnis noch einmal ansteigen und pendelt sich erst um das 20. Lebensjahr auf ein Maß von sieben bis neun Stunden ein.

Eine behandlungsbedürftige Schlafstörung liegt vor, wenn

  • das Kind abends länger als eine halbe Stunde zum Einschlafen braucht,
  • es nachts häufig aufwacht und lange nicht wieder einschlafen kann,
  • es morgens müde und unausgeruht ist und lange braucht, um richtig munter zu werden,
  • es schnarcht, pfeifende Atemgeräusche von sich gibt oder nachts stark schwitzt,
  • Konzentrationsprobleme hat und gereizt, nörgelig, lustlos und überfordert wirkt,
  • die genannten Beschwerden an mindestens zwei bis drei Tagen in der Woche bestehen und seit über einem Monat andauern.

Hinter einigen Symptomen können sich körperliche Erkrankungen wie eine Vergrößerung der Rachenmandeln, Asthma oder eine Schlafapnoe verbergen, die gezielt behandelt werden müssen. Ohne vorherige ärztliche Untersuchung sollten Kindern keine schlaffördernden Medikamente verabreicht werden – egal, ob es sich dabei um pflanzliche oder um verschreibungspflichtige Substanzen handelt.

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