KONSUMENT.AT - Schönheitschirurgen: Beratungstest - Kostenvoranschlag

Schönheitschirurgen: Beratungstest

Nicht nur schöne Ergebnisse

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Konsument 1/2010 veröffentlicht: 03.12.2009, aktualisiert: 16.12.2009

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Kostenvoranschlag 

Da Schönheitsoperationen teilweise mit hohen Kosten verbunden sind, setzten wir auch voraus, dass der Chirurg über die zu erwartende finanzielle Belastung informiert und dem Kunden einen schriftlichen Kostenvoranschlag aushändigt, in dem Leistungen und Preise aufgelistet sind. Schließlich interessierte uns noch, wie gut sich der Kunde jeweils beraten fühlte und ob er sich vorstellen könnte, den Eingriff ausführen zu lassen.

Vom Eingriff abgeraten

Da unsere Testperson 1 relativ jung ist, eine Brustvergrößerung bei jungen Frauen in der Regel weitere Operationen nach sich zieht und sie in diesem Fall auch aus ästhetischen Gründen nicht unbedingt nachvollziehbar war, haben wir eine Aufwertung der Note um eine Stufe vorgenommen, wenn der Chirurg ganz vom Eingriff abriet. Im Test gaben immerhin vier Chirurgen diese Empfehlung.

Testergebnis 

Das Testergebnis für unser Szenario 1 fällt sehr unterschiedlich aus und reicht von einem „sehr gut“ (Dr. Birgit Karle) bis zu vier Mal „weniger zufriedenstellend“. Große Unterschiede stellten wir auch bei der Länge der Beratungszeit fest, die zwischen 20 Minuten und fast zwei Stunden schwankte. Auch bei den Kosten, die dafür in Rechnung gestellt wurden, offenbarten sich große Unterschiede. Während die Interklinik Bratislava gar nichts verrechnete, war das Beratungsgespräch bei anderen Ärzten nicht gerade billig. Am teuersten war Dr. Jürgen Holle, der für 20 Minuten 100 Euro in Rechnung stellte.

Beratung und Aufklärung

Beim wichtigsten Kriterium – Beratung und Aufklärung – hinterließen nur zwei Ärzte (Dr. Karle und Dr. Nehrer) einen guten Eindruck. Mängel konstatierten wir vor allem die Informationen zur Operation betreffend sowie beim Thema Nachsorge. Unter anderem wurde die Testperson nur jeweils zwei Mal darauf aufmerksam gemacht, dass sie während der Rekonvaleszenz Urlaub nehmen muss bzw. für die ersten Tage nach der OP möglicherweise auf Hilfe im täglichen Leben angewiesen ist.
Auch auf Einschränkungen bei der Einnahme von Medikamenten sowie beim Alkohol- und Zigarettenkonsum wurde sie kaum hingewiesen. Nur eine Ärztin klärte darüber auf, dass nach der Operation Sonnenbäder tabu sind, ebenso das Duschen und Baden.

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