KONSUMENT.AT - Schüßler Salze - Nicht geeignet

Schüßler Salze

Augenscheinlich teuer

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Konsument 10/2010 veröffentlicht: 18.09.2010

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Bei zahlreichen Erkrankungen empfohlen

Die Anbieter von Schüßler Salzen raten bei zahlreichen Erkrankungen zur Anwendung der Präparate. Schüßler nahm dabei selbst Diphtherie, Tuberkulose und Leukämie nicht aus.

In einem Lehrbuch aus dem Jahr 2002 werden die Präparate für folgende Indikationen empfohlen: Abszesse, Bindegewebsschwäche, Bindehautentzündung, Blutarmut, Drüsenschwellungen, Erkrankungen der Haare und Nägel, Erschöpfungszustände, Fettleibigkeit, Furunkel, Gelenkbeschwerden, Gicht, Hämorrhoiden, Hautausschläge, Ischiasbeschwerden, Karbunkel, Knochen- und Zahnerkrankungen, Koliken, Krämpfe aller Art, Leberleiden, Migräne, Nervenschwäche, Neuralgien, Rheuma, chronische Schleimhautentzündung, Schmerzen, Venenleiden sowie Wunden.

In einer Darstellung der Methode von 1992 findet sich sogar der Satz: „Der Gebrauch von Antibiotika ist bei gekonnter Therapie mit den von Schüßler erarbeiteten Lebenssalzen weitgehend zu vermeiden.“

Nicht geeignet

Derartige Empfehlungen sind aus medizinischer Sicht jedoch weder nachvollziehbar noch vertretbar. Eine Selbstbehandlung mit Schüßler Salzen bei ernsthaften Erkrankungen kann lebensbedrohliche Konsequenzen haben, da eine notwendige medizinische Therapie unterbleibt bzw. verspätet begonnen wird.

Die Empfehlung, ärztlich verordnete Medikamente zugunsten von Schüßler Salzen in ihrer Dosierung zu verringern oder gar abzusetzen, kann beträchtliche gesundheitlichen Risiken nach sich ziehen.

Fazit: Der Nutzen dieser Therapie ist nicht belegt. Die Abwägung von Nutzen und Risiko fällt negativ aus. Die Biochemie nach Schüßler ist zur Behandlung von Krankheiten nicht geeignet.

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