Sonnenschutzmittel für empfindliche Haut

Nur Schatten ist besser

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Konsument 7/1999 veröffentlicht: 01.07.1999

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Sonnenallergie – was nun?

Etwa 20 Prozent der Bevölkerung leidet unter der sogenannten Sonnenallergie, der polymorphen Lichtdermatose (PLD). Sie tritt nach längerer Sonnenabstinenz auf. Typische Merkmale sind stark juckende Bläschen, Wimmerln oder kleine Knoten auf der Haut. Manchmal klingen die Symptome nach ein paar Tagen ab, manchmal dauert es Wochen. Die Ursache dafür ist nach wie vor unbekannt. Für den Laien oft nicht von der Sonnenallergie zu unterscheiden ist die Mallorca-Akne. Verantwortlich dafür ist das Zusammenspiel von Sonnenstrahlen und Emulgatoren beziehungsweise Ölen in Hautpflegeprodukten. In beiden Fällen ist der Gang zum Arzt unerläßlich: Er muß feststellen, um welche Art von Erkrankung es sich handelt.
Während es bei einer Mallorca-Akne meist reicht, emulgator- oder fettfreie Sonnenschutz- und Hautpflegeprodukte zu verwenden, ist die Therapie der polymorphen Lichtdermatose ungleich schwieriger. Abhilfe kann eine langsame Lichtgewöhnung unter künstlicher Bestrahlung schaffen. Auch Calciumtabletten oder Antihistaminika werden vorbeugend verschrieben. Im akuten Stadium helfen Schatten, kühlende Umschläge oder kortikosteroidhaltige Lotionen.

Die Ambulanz für Umweltdermatosen sucht Betroffene, die an einer Allergie auf Sonnenschutzmittel leiden.
Kontakt: OA Dr. Harald Maier, Abteilung für spezielle Dermatologie, AKH Wien,
Telefon: 01/404 00-7751.

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