Sportmedizinische Untersuchung

Riskante Lücken

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Konsument 11/2004 veröffentlicht: 13.10.2004

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Woraus besteht eine sportmedizinische Untersuchung?

Woraus besteht eine sportmedizinische Untersuchung?

Anamnese, Risikofaktoren . Der Betreffende wird ausführlich darüber befragt, wie er lebt, welche Krankheiten oder Verletzungen er erlitten hat, welche Medikamente er einnimmt, welche Krankheitsfälle es in seiner Familie gibt und letztlich: welchen Sport er betreiben und welche Ziele er erreichen will.

Foto: Alfred Nimmerichter, ÖISM Innere Organe . Das Nächste ist eine physikalische Grunduntersuchung der inneren Organe, die unbedingt ein Abhören des Herzens und der Lunge mit dem Stethoskop und Abtasten (etwa der Lymphknoten) umfassen muss EKG und Blutdruck. Im Zentrum der Untersuchung steht die Messung der Herzfunktionen (EKG) und des Blutdrucks , und zwar beides im Ruhe- und im Belastungszustand . Aus praktischen Gründen sollten der Belastungstest auf einem Fahrradergometer erfolgen, weil die Messungen (vor allem des Blutdrucks) an einer Person, die auf einem Fahrrad sitzt, leichter vorgenommen werden können als an einer Person auf dem Laufband.

Bewegungsapparat . Sind die Gelenke in Ordnung, wie steht es mit der Beweglichkeit der Wirbelsäule ? Bei der Beurteilung der Muskelfunktionen ist vor allem die Rumpfmuskulatur (sie ist meist schwach ausgeprägt) und die Beinmuskulatur (sie neigt zur Verkürzung) wesentlich. Auch hier reicht wiederum eine einfache Untersuchung. Grobe Fehlfunktionen sind leicht feststellbar.

Am Ende sollte Ihnen der untersuchende Arzt sagen können, welche körperliche Betätigung für Sie angemessen ist und auf welche gesundheitlichen Risiken Sie achten sollten.

Eventuell: Laktattest . Kein fixer Bestandteil der sportmedizinischen Untersuchung. Viele Hobbysportler sind aber gerade daran interessiert, wollen sie doch nicht nur gesund bleiben oder abnehmen, sondern auch ihre sportliche Leistungsfähigkeit steigern. Bei diesem Test wird der Laktat-(Milchsäure-)wert bei steigenden Belastungsstufen gemessen. Je länger die Laktatkonzentration (angegeben in mmol/l) gering bleibt, desto größer ist die Ausdauer des Getesteten. Anhand der gemessenen Werte kann der Trainingsplan (das sind exakte Vorgaben für 6 bis 12 Wochen hinsichtlich Belastungsintensität, Belastungsdauer und Umfang) maßgeschneidert gestaltet werden.

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