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Tattoo- und Piercingstudios im Beratungstest

Das geht unter die Haut

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Konsument 5/2009 veröffentlicht: 21.04.2009

Inhalt

Testkriterien 

Im Test: 15 Tattoo- bzw. ­Piercingstudios in Wien.

Allgemein. Neben der Dauer der Beratung (nicht bewertet) wurde die Freundlichkeit des Beraters beurteilt sowie das Vorhandensein des gesetzlich vorgeschriebenen Aushangs der Preisliste.

Hygiene. Beurteilt wurde, ob gesetzlich vorgeschriebene Mindestanforderungen gemäß BGBI. 141 in den Betriebsräumen (Tattoo und Piercing) und in den Eingriffsräumen (nur für Tattoo) eingehalten wurden.

Beratung. Es wurde überprüft, ob die gemäß BGBl. II Nr. 141/2003 gesetzlich vorgeschriebene Beratungs- und Aufklärungspflicht eingehalten wurde. So wurde erhoben, ob bestehende Kontraindikationen abgefragt wurden, ob auf möglicherweise auftretende unerwünschte Reaktionen wie Allergien und Entzündungen hingewiesen wurde, ob die Information gegeben wurde, dass bei Komplikationen ein Arzt aufzusuchen ist, und ob Informationen über die erforderliche Nachbehandlung gegeben wurden. Bei der Entfernung von Tattoos/Piercings diente uns der Aufklärungsbogen der Wiener Innung als Bewertungsgrundlage, da das Gesetz hier nur einen allgemeinen Hinweis enthält. Bewertet wurde in beiden Tests auch, ob über die anfallenden Kosten aufgeklärt wird.

Beim Tattootest wurde erhoben und bewertet, ob ein Aufklärungsbogen der Innung (dieser wird an Tattoostudios ausgegeben) abgegeben bzw. ob anderes Informa­tionsmaterial ausgehändigt wurde. Beim Piercingtest wurde zudem die Einhaltung der Alters­bestimmungen erhoben und bewertet. Beim Piercen von mündigen minderjährigen Personen (14 bis 18 Jahre) ist laut Gesetz eine Einver­ständniserklärung der Erzie­hungsberechtigten notwendig, wenn der Wund­heilungsprozess der gepiercten Körperstelle länger als 24 Tage dauert. Bei dem von unserer Testerin gewünschten Nabelpiercing erstreckt sich die Dauer der Wund­heilung über mindestens 4 Wochen (bis zu 9 Monaten). Wir wollten wissen: Wird das Alter erfragt; muss die Testerin sich ausweisen, um ihre Angabe zu bestätigen; wird darüber aufgeklärt, dass sie die Einverständniserklärung von den Eltern unterschreiben lassen muss; wird neben dieser Unterschrift auch eine Ausweiskopie der Eltern zur Überprüfung der Unterschrift verlangt – oder wird vielleicht sogar das Beisein der Eltern beim Eingriff verlangt.

Gesamteindruck. Beim Gesamteindruck wurde die Qualität der Beratung bei der Wahl des Piercings/T­attoomotivs, die Kompetenz der Beratung und die Verständlichkeit der Erklärungen subjektiv beurteilt.

Bewertung

Wertung: 2 von 5 Sternen
5 Stimmen

Kommentare

  • Tattoo bei Allergie
    von REDAKTION am 09.12.2013 um 11:02
    Solange keine der allergieauslösenden Substanzen in den Farben enthalten sind, sollten auch keine Allergien auftreten. Da die verwendeten Farben allerdings verunreinigt sein können (siehe Beitrag Tätowierungen: Farbpigmente vom 18.02.2008), können Probleme auch nie ganz ausgeschlossen werden.
  • Tattoo bei Allergie
    von Wolfi_x1 am 08.12.2013 um 17:46
    Darf bei Allergien auf Hausstaubmilbe & Gräserpolen auch nicht tätowiert werden?