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Verbotene Früchte

Giftig

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Konsument 7/2003 veröffentlicht: 23.06.2003, aktualisiert: 26.06.2003

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Die rot blühende Feuerbohne kann Allergien und Durchfälle auslösen. Attraktiv wirken die strahlend gelben Blüten des Goldregens, aber Kinder greifen auch nach dem unscheinbaren Goldregensamen. Zum Glück setzt nach der Einnahme schnell Erbrechen ein.

Aronstab: leuchtend rote Früchte

Im Juli trägt der Aronstab leuchtend rote, giftige Früchte. Die jungen Triebe der Thujensträucher können Allergien auslösen. Bei den Eiben sind sowohl die Nadeln als auch die roten Beeren giftig: Es reicht für Kinder, zwei Beeren oder drei Dutzend Nadeln zu zerbeißen, um Krämpfe zu bekommen. Im Spätsommer verlocken die kugeligen Früchte des Faulbaums und die vierteiligen Pfaffenhütchen zum Kosten, im Herbst die roten Früchte der Stechpalme – bereits vier davon können Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Auch die giftigen roten Früchte des Kirschlorbeer in Herbstgestecken verführen zum Naschen.

Riesenbärenklau: juckende Blasen

Erste Hilfe

Pflanzenreste aus dem Mund entfernen und viel Wasser trinken lassen. Keinesfalls Erbrechen auslösen! Keine fetthaltigen Getränke wie Rizinusöl oder Milch, keine Abführtees oder gar Alkohol geben! Betroffene Hautpartien und Augen mit Wasser gründlich spülen. Versuchen Sie herauszufinden, welche Pflanzenteile und welche Mengen das Kind eingenommen hat. SOFORT Vergiftungszentrale in Wien anrufen: (01) 406 43 43, dort kennt man die Giftstoffe und gibt Auskunft über Notfallsmaßnahmen. Rechtzeitige ärztliche Hilfe kann die giftigste Pflanze entschärfen.

An Bachrändern wächst der Riesenbärenklau, aus dem Kinder gerne Blasrohre machen. Doch sein Pflanzensaft kann Hautjucken und Blasen verursachen, wenn die Haut nach dem Kontakt dem Sonnenlicht ausgesetzt wird. Am Waldrand locken die weißen Blütenkelche und stachligen Fruchtkapseln des Stechapfels. Von den blauschwarzen Beeren der Tollkirsche können für Kinder schon drei bis fünf tödlich sein. Auf feuchten Herbstwiesen leuchten die vielen Kelche der rosa Herbstzeitlosen; doch nur eine Blüte auszusaugen oder drei Samen zu verschlucken ist für Kinder bereits gefährlich. Sie sollten bei Wanderungen auch die Blüten und Samen des Seidelbasts meiden, der die Berghänge schmückt.

Vorbeugung

Beim Zimmerschmuck, bei der Terrassen- und Gartengestaltung kann man giftige Pflanzen meiden und die Flächen kinderfreundlich bepflanzen. Man sollte dennoch jedem Kind dringlich klar machen, welche Pflanzen tabu sind.

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