KONSUMENT.AT - Wimperntusche - Weder herborgen noch ausleihen

Wimperntusche

Für den großen Augen-Blick

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KONSUMENT 4/2012 veröffentlicht: 29.03.2012

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Nicht gut abgestimmt

Die Qualität einer Wimperntusche hängt nicht allein von der Rezeptur ab, sondern auch vom Zusammenspiel zwischen Tusche, Bürstchen und Abstreifer. Bei der Mascara von p2 sind diese Komponenten nicht gut aufeinander abgestimmt. Beim Entnehmen war das Bürstchen voll mit dickflüssiger ­Tusche. Diese ließ sich daher nicht gut ver­teilen, schmierte und trocknete zu langsam, und das Bürstchen trennte die Wimpern nicht sauber. Den Probandinnen gefiel p2 in der Anwendung am wenigsten. „Weniger zufriedenstellend“, lautete das Testurteil.

Im Belastungstest verkeimt

Die Mascara von Rimmel wurde ebenfalls mit „weniger zufriedenstellend“ beurteilt. Bei dieser Wimperntusche passte die mikrobiologische Qualität nicht. Neu gekauft war sie frei von Keimen. Doch die beim Konservierungsmittel-Belastungstest künstlich eingebrachten Keime starben nicht vollständig ab.

Für den Alltag gilt: Wer auf der sicheren Seite bleiben will, borgt seine Wimperntusche ­weder her, noch leiht er sich eine aus. Bakterien auf den Wimpern können übertragen werden und Bindehautentzündungen verursachen. Ist die Mascara einmal geöffnet, sollte sie innerhalb der von den Anbietern empfohlenen Frist aufgebraucht werden.

Die Probandinnen vertrugen die getesteten Wimperntuschen übrigens problemlos. Kurzfristige Irritationen sind in Einzelfällen dennoch möglich. Sie können im Prinzip von ­jedem Inhaltstoff verursacht werden.

Wasserfest oder nicht

Die meisten Wimperntuschen im Test sind nicht wasserfest. Hier reichen Reinigungsmilch und Wasser zum abendlichen Abschminken. Zum Entfernen wasserfester Wimperntuschen brauchen Sie einen spe­ziellen Augen-Make-up-Entferner oder Öl. Dafür sollten wasserfeste Tuschen aber ­beispielsweise auch beim Sporteln halten, ohne wegzurinnen. An der Wasserfestigkeit der getesteten Mascaras gab es nichts zu bekritteln. Auch Kontaktlinsenträgerinnen können übrigens wasserfeste Wimpern­tuschen verwenden. Schäden an den Linsen sind nicht zu erwarten.

Weitgehend schadstofffrei

Wasserfeste sowie nicht wasserfeste Volumenmascaras wurden weiters auf Schadstoffe untersucht – mit durchwegs erfreu­lichen Ergebnissen: Die Schwermetalle Blei, Quecksilber oder Cadmium, die früher in Mascaras vorkamen, sind in den getesteten Wimperntuschen nicht mehr enthalten. Auch das für Allergikerinnen kritische Nickel ­wurde in keiner Tusche gefunden. Krebs­erregende Nitrosamine, die bei der Herstellung und Lagerung von Mascara entstehen können, waren in keiner Tusche nachzu­weisen. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) können über rußhaltige Pig­mente in Wimperntuschen gelangen. Im Test wurden sie, wenn überhaupt, nur in ­winzigsten Spuren nachgewiesen. In diesen Mengen gelten PAK laut wissenschaftlicher Einschätzung als nicht bedenklich.

Gut und günstig

Bleibt noch der Preis: Wer eine gute Wimperntusche erstehen möchte, braucht dafür nicht allzu tief in die Tasche zu greifen. Die Mascara mit den meisten Pluspunkten für kosmetische Eigenschaften und Anwendung, Maybelline Jade The Colossal Volum‘ Express Mascara, kostet pro Milliliter 95 Cent und liegt damit preislich im Mittelfeld. L’Oréal Volume Million Lashes erzielte ein insgesamt ebenso gutes Testergebnis und ist um 1,94 Euro pro ml zu haben. Artdeco ­Perfect Volume Mascara Waterproof ist die beste wasserfeste Mascara im Test und mit 1,08 Euro pro ml zugleich die günstigste ihrer Kategorie. Für die teuerste gute wasserfeste Wimperntusche, Helena Rubinstein Lash Queen Mascara Waterproof, ist gleich mehr als das Vierfache zu berappen.

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