Wohnen im Alter - Soziale Dienste

Hilfe für zu Hause

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Konsument 4/2001 veröffentlicht: 01.04.2001

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Erstgespräch

Wenn der Bedarf an sozialen Diensten an zuständiger Stelle deponiert wurde, erfolgt üblicherweise ein kostenloses Erstgespräch mit einer diplomierten Gesundheits- und Krankenschwester im Haushalt des Pflegebedürftigen. Im Zuge dessen werden Pflegebedarf, gegebenenfalls die Voraussetzungen für die einkommensabhängige Verrechnung und die Kosten ermittelt. In der Regel werden dann die Betreuungsmaßnahmen eingeleitet.

Wie schon erwähnt, können soziale Dienste zu einkommensabhängigen Sätzen Pflegegeldbeziehern vorbehalten sein. Damit mit der Pflege und Betreuung zu gestaffeltem Tarif begonnen wird, reicht es mitunter, dass ein Antrag auf Pflegegeld gestellt wurde. Sollte dieser jedoch abschlägig beschieden werden, können Nachverrechnungen ins Haus stehen. Also besser vorher fragen, wie das jeweils gehandhabt wird. Falls mit den zugeteilten Betreuungs- beziehungsweise Pflegemaßnahmen nicht das Auslangen gefunden wird, sollte man in jedem Fall deponieren, was zusätzlich benötigt wird.

Preis-Leistungs-Vergleiche

Ergebnis der Kostenermittlung kann auch sein, dass Hilfs- und Pflegebedürftige aufgrund ihrer Einkommenshöhe zu „Vollzahlern“ werden. In diesem Fall sollte man sich zunächst kundig machen, welche weiteren Organisationen vergleichbare Dienste anbieten und genaue Preis-Leistungs-Vergleiche anstellen. Kann man sich beispielweise aussuchen, wann die Betreuung erfolgt? Wird sie erforderlichenfalls auch am Wochenende oder in den Abendstunden geboten? Sind dann Zuschläge zu bezahlen?

Hilfe in geringerem Umfang

Auf sich gestellt bleibt, wer zwar Hilfe und Betreuung benötigt, doch in geringerem Umfang, als oft für die Inanspruchnahme sozialer Dienste zu einkommensabhängigen Sätzen vorausgesetzt wird. Welche Organisationen vor Ort eventuell Dienstleistungen wie das Erledigen von Haushalts- oder Gartenarbeiten oder Essenzustellung für Privatzahler anbieten, kann ebenfalls bei Bezirkshauptmannschaften beziehungsweise Magistraten erfragt werden. Wie viel beispielsweise eine Stunde Heimhilfe privat kostet, erfährt man direkt bei den Anbietern.

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Kommentare

  • Aktualität?
    von Manuela Fuchs am 20.06.2016 um 10:58
    Dieser Artikel ist ja sehr aktuell. Den Schilling haben wir seit 2002 nicht mehr. Wenn man schon für den Zugang zahlt, hofft man doch, möglichst schnell an aktuelle Infos zu kommen. #megafail
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