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Wundliegen

Zuviel Druck an einer Stelle

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Konsument 2/2005 veröffentlicht: 17.01.2005

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Alle zwei Stunden umlagern

Bettlägrige und besonders Gefährdete sollten regelmäßig in maximal zweistündigen Abständen umgelagert werden: Rückenlage, Seitenlage links, Rückenlage, Seitenlage rechts. Auch Bauchlage ist kurzfristig möglich. Empfehlenswert für Pflegende ist, die Positionen schriftlich zu notieren. Die Erholungsphase sollte für alle gefährdeten Hautbereiche – insbesondere auf Gesäß und Fersen achten! – gleich lang sein, und auch die Essenszeiten mit Hochlagern des Oberkörpers sollten eingeplant werden. Im Sitzen sollte das Gesäß immer wieder angehoben und der Körperschwerpunkt abwechselnd nach links und rechts verlagert werden. Immer aber sollten dabei Scherkräfte vermieden werden.

Weiche Unterlagen

Eine weiche Liege- und Sitzunterlage verteilt den Auflagedruck besser: Bewährt haben sich waschbare Auflagen aus Lammfell oder Dekubitus-Kunstfell, Latex oder Schaumstoff mit strukturierter Oberfläche oder mit luftgefüllten Kammersystemen sowie Kissen mit weichem Füllmaterial. Mit Lagerungsmanschetten (keine Gummiluftringe!) oder untergeschobenen Kissen lassen sich Druckstellen frei lagern. Bei der Auswahl der Hilfsmittel sollte man Pflegefachleute zu Rate ziehen.

Heilung lann lange dauern

Haben sich erst einmal Geschwüre gebildet, kann es Wochen, Monate und gar Jahre dauern, bis sie abheilen. Dazu muss der Arzt das abgestorbene Gewebe abtragen. Eine regelmäßige Wundpflege ist unerlässlich. Am besten sollte eine professionelle Pflegekraft (mobile Schwester) die Pflegepersonen darin schulen. Richtige Pflege ist auch in Kursen erlernbar.

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