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Zahnbehandlung - Auweh

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Konsument 10/2004 veröffentlicht: 16.09.2004

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Goldinlays: Zunge brennt, Alte spinnt

Habe mir im Juni 2002 zwei Goldinlays machen lassen. Seither habe ich die übelsten Erfahrungen mit Zahnärzten und Ärzten gemacht. Leider zu spät habe ich in ihren Büchern „Allergien“ und „Gesunde Zähne“ gelesen, was man beachten muss. Musste die Erfahrung machen, dass einem, wenn es Schwierigkeiten gibt, nicht geholfen wird. - Bis heute leide ich an Zungen- und Lippenbrennen und Geschmacksstörungen.

Bekomme 2002 also zwei Goldinlays, es folgen Beschwerden. Verlange Zusammensetzung, keine Hilfe, erhalte Oral B. Hausarzt überweist ins Allergieambulatorium Favoriten: Nickelallergie, war mir schon bekannt.

Allergie auf Nickel und Palladium

Zahnarzt 2 entfernt Amalgam, macht  Provisorien aus Zement. Zweiter Test zeigt Allergie auf Nickel, Kupfer, Kobalt, Palladium, Eugenol. In meinen zwei Inlays ist Palladium. Zahnarzt 2 nimmt sich dafür keine Zeit.

Zahnarzt 3 bemüht sich sehr: Empfiehlt Selen, Basenpulver, Folsäure, verschreibt Omniflora, Wasserstoffperoxid. Mir geht es noch schlechter, Bauchkrämpfe, Magenschmerzen, Brennen in der Brust.

Hausarzt verschreibt Eisentabletten, Magengranulat, Vitamin-B12. Beschwerden werden ärger.

Kontaktiere Zahnärztin 4: Bei ihr hat Zahnarzt 3 Kurse gemacht. Sie lässt ausrichten, so viele Allergien würden den Rahmen sprengen, ich soll zum Hausarzt gehen.

Allergieambulatorium: Die testen nur und reden nicht. Keiner schaut in den Mund. Also gehe ich in die Ordination zu einem der leitenden Ärzte. Der ist wirklich sehr unfreundlich („bin kein Zahnarzt“), was ich da will, und empfiehlt, „Lassen sie sich die Inlays entfernen“ (wegen des Palladiums).

Zahnarzt 3 entfernt Inlays.

"Sie haben kein Ziel"

Praktische Ärztin sagt, ich soll mich beruhigen (Nerven).

Zahnärztin 5 nimmt sich viel Zeit, verschreibt homöopathische Mittel und pendelt aus, (tippt auf die provisorische Versorgung durch Zement), Ergebnis: „Sie haben keine Allergien, das kommt vom Kopf, sie haben kein Ziel“ (80 Euro).

Internist: Ist geduldig, tippt auf Pilze, empfiehlt ständig zu naschen („der Pilz mag süß nicht“): Besserung im Magen-Darm-Bereich, Mundbeschwerden bleiben. - Blut- und Hormontest: ohne Befund

Zahnärztin 5: Da die Beschwerden im Mund so arg sind, ersetzen wir die Provisorien durch sehr gut gemachte Amalgamfüllungen. Bin voller Hoffnung auf Besserung. Die Beschwerden werden nach der Behandlung mehr. Empfiehlt Bioresonanz bei einer Kollegin. Mache ich nicht.

Immer noch offene Stellen im Mund, brennende Zunge, Bläschen, Unebenheiten an den Zungenrändern, die komischerweise kein Arzt sieht, wenn er überhaupt in den Mund sieht.

Tut geheimnisvoll, überweist ans AKH

Allergieambulatorium Wien-Nord: Prüft genau, sieht nicht viel, verschreibt Mittel, aber keine Besserung. Ein anderer Arzt an diesem Ambulatorium tut irgendwie geheimnisvoll, überweist mich ans AKH.

AKH-Immundermatologie: Verschreiben Biohatin, bestellen mich zu einer Spezialistin.

AKH-Spezialistin: „Was stört sie, wie schlafen sie, wie kommen sie mit dem Altwerden zurecht?“ Dichtet mir Schlafstörungen an und verschreibt Trittico. Werde an die Psychologin weitergereicht: Die fragt ähnlich und empfiehlt mir zu verreisen, soll mir was gönnen.

War ein weiter Weg und hat mich (20% Selbstbehalt) und die Kasse (SVA) viel gekostet. Es interessiert keinen. Jetzt bin ich in der Sackgasse und weiß nicht weiter. Na ja, hat die Alte (58) halt Zungenbrennen und schlechten Geschmack im Mund. Und alles begann mit zwei Goldinlays im Sommer 2002.

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