Zahnbehandlung in Ungarn

Pannonisches Roulette

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Konsument 3/2005 veröffentlicht: 10.02.2005

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Zahnbehandlung in Ungarn: Pro und Kontra

Was für Ungarn spricht:

  • Guter Preis : Die Lohnkosten sind sehr niedrig, die Preise transparenter als in Österreich.
  • Gutes Service : Zahnärzte in Ungarn sind meist sehr freundlich, kundenorientiert und nehmen sich im Vorgespräch eher Zeit.
  • Gute Optik : Viele Versorgungen sehen gut aus.

Was gegen Ungarn spricht:

  • Zu viel Kronen : Nicht alle aber viele Behandler sind zu stark und zu sehr an Kronen orientiert. Das zerstört unwiderbringlich die Zahnsubstanz. Füllungen und Inlays würden die Zahnsubstanz schonen, kommen aber kaum zum Zug.
  • Zu ungenau : Viele Kronenränder sind ungenau gearbeitet, stehen über und verursachen Entzündungen. Kauflächen passen nicht perfekt ineinander.
  • Zu schnell : Speed kills – auch in der Zahnbehandlung. Diagnose, Behandlungsplan, Aufklärung über Risiken und Alternativen, die eigentliche Behandlung, dann die Heilung und Nachbetreuung brauchen Zeit. Zu schnelles Beschleifen lässt die Zähne leichter absterben – wenn Sie Pech haben unter der neuen Krone oder Brücke.
  • Zu wenig Parodontologie : Erst muss man den feuchten Keller sanieren, dann kommt das neue Dach. Behandlungen von entzündetem Zahnfleisch und Zahnhalteapparat sind die Ausnahme.
  • Falsche Versprechen : Geworben wird mit dem Herrn Professor, die eigentliche Arbeit macht ein anderer Arzt.
  • Kaum Nachbehandlung in Österreich : Viele österreichische Zahnärzte helfen nicht mehr und schicken verpfuschte Patienten zum Behandler nach Ungarn zurück.
  • Wenig Chancen : Im Streitfall können Sie im Ausland ihre Rechte nur sehr schlecht durchsetzen.
  • Mehr Aufwand : Reisekosten und Nebenspesen verringern den finanziellen Vorteil. Die längere An- und Abreise ist nicht jedermanns Sache – vor allem, wenn es Probleme gibt.

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