Zahnbehandlung in Ungarn

Pannonisches Roulette

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Konsument 3/2005 veröffentlicht: 10.02.2005

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Ungarische Zahntechniker – keine Meister mehr mehr

2002 erschien in einer ungarischen Zeitung ein Artikel mit dem Titel „Der Kranke ist immer der Geschädigte“. Wir zitieren aus der Übersetzung:

Billig und m angelhaft

„Die Mehrheit der uninformierten Patienten bekommt ästhetisch schönen, jedoch in seiner Funktion mangelhaften Zahnersatz und Kronen, da die auftraggebenden Zahnärzte die Billigkeit vor die Qualität stellen. [...]

Gesundheitsschädlich

Schmiergeldzahlungen an Zahnärzte mit dem Ziel, von Versicherungen bezahlte Arbeiten für das eigene Labor zu bekommen, kommen auch vor. In einem solchen Fall wird der Patient geschädigt, weil er seine Prothese aus minderwertigen Materialien, die sogar gesundheitsschädlich sein können, gefertigt bekommt.

Mini-Löhne

In unserer Heimat entsprechen lediglich 10 – 15% der zahntechnischen Arbeiten den qualitativen Ansprüchen. Nach Ansicht der Fachleute liegt einer der Gründe darin, dass der ungarische Zahntechniker um ein Achtel (1/8) der westlichen Preise, und um die Hälfte (1/2) der ost-, mitteleuropäischen Preise arbeitet. Die Lage wird dadurch erschwert, dass seit Anfang 1990 – als die verpflichtende Meisterprüfung abgeschafft wurde.“

Quelle: Szilagyi Bela – „Fogászati konfliktusok. A beteg a károsult“; erschienen in der Gesundheitsbeilage der ungarischen Tageszeitung „Magyar Hirlap“ (der Artikel basiert auf einem Interview mit Ferenc Szimler, dem für wirtschaftliche Angelegenheiten zuständigen Präsidiumsmitglied der Innung der Zahntechniker. Der Artikel ist – so der Vorstand der Innung der ungarischen Zahntechniker, Schulze – immer noch aktuell. Übersetzt und abgedruckt in „Zahntechniker“ 4/2002, S 25

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