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Zahnprothesen

Mit beschränkter Haftung

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Konsument 9/2000 veröffentlicht: 01.09.2000

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Kunststoff als Provisorium

Prothesen gibt es in allen möglichen Ausführungen – von sehr einfachen bis zu hochwertigen. In Österreich ist immer noch die Kunststoffprothese als ganz billige Versorgung im Einsatz – vor allem als Kassenleistung. Tadellose Ausführung vorausgesetzt, kann sie für den Patienten ein brauchbares Provisorium sein, Dauerlösung ist sie keine. Würde man Prothesen mit Kraftfahrzeugen vergleichen, dann wäre diese ein Moped. Der große Nachteil der Kunststoffprothese, so Primarius Dr. Heinz Gallistl, ist die dickere Gaumenplatte und deren mangelnde Steifheit.

Gute Qualität zu vertretbaren Kosten

Der nächste Prothesentyp ist die so genannte Modellgussprothese (Laien bezeichnen sie auch als „Stahlprothese“). Sie würde – um bei dem Vergleich zu bleiben – einem koreanischen Kleinwagen entsprechen und ist sehr verbreitet, weil sie gute Qualität mit vertretbaren Kosten verbindet. Die Prothesenbasis wird aus einer Verbindung von Chrom und Kobalt hergestellt – eine bewährte und zähe Legierung. Das Material ist dünner und steifer als das der reinen Kunststoffprothese. Die Zähne sind meist aus hochwertigem Kunststoff. Beide – Kunststoff- und Modellgussprothese – sind in der Regel mit Drahtklammern an stabilen Nachbarzähnen fixiert, was optisch stören kann. Bewegt sich die Prothese zu viel, dann ziehen und drücken die Klammern an den Zähnen. Das ständige Be- und Entlasten kann zu Entzündungen des Zahnfleisches führen und die restlichen Zähne lockern.

Aufruhen einfräsen

Um den sicheren Halt der Klammern zu gewährleisten, muss der Zahnarzt unter Umständen in gesunde Zähne so genannte Aufruhen einfräsen, damit die Klammern gut einrasten. An ihnen bleiben leicht Speisereste und Zahnbelag hängen, was immer wieder Karies verursacht.

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