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Zuckerkrank: Mittel bei Diabetes (Teil 1)

Unterschätzter "Alterszucker"

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Konsument 3/2005 veröffentlicht: 18.02.2005

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120 mg/dl: Zeichen für Diabetes

Erste Anhaltspunkte liefert die so genannte Nüchternblutzuckermessung. Liegt dabei der Blutzuckerwert über 120 mg/dl, ist das ein Anzeichen für Diabetes. Eine andere Möglichkeit ist der Glukosetoleranztest: Dafür werden auf nüchternen Magen 75 Gramm Glukose eingenommen. Wenn nach 2 Stunden ein Blutzuckerwert über 200 mg/dl gemessen wird, ist die Diagnose Diabetes eindeutig.

Keine Frage des Alters

600.000 Österreicher leiden bereits an Diabetes mellitus Typ 2. Eine Zahl, die sich in den nächsten 20 Jahren voraussichtlich noch verdoppeln wird. Obwohl immer mehr junge Menschen von der Krankheit betroffen sind, wird Typ-2-Diabetes häufig noch als Altersdiabetes bezeichnet. Die Veranlagung für Diabetes ist jedoch auch genetisch vorbestimmt. Kommen zusätzlich Übergewicht und mangelnde körperliche Bewegung dazu, kann die Stoffwechselstörung schon sehr früh beginnen.

Typ-2-Diabetes

Typ-2-Diabetes ist charakterisiert durch eine fehlerhafte Freisetzung von Insulin durch die Bauchspeicheldrüse und dadurch, dass die körpereigenen Zellen viel weniger empfindlich für Insulin sind (so genannte Insulinresistenz). Zucker (Glukose), der mit der Nahrung aufgenommen wird, dient für die Zellen als Energielieferant. Der Schlüssel zum Öffnen der Zellentür für diese Glukose ist Insulin. Funktioniert der Schlüssel nicht einwandfrei, kann zu wenig Glukose in die Zellen hinein und bleibt daher im Blut.

Dies führt zu chemischen Veränderungen, besonders der Gefäßwände. Die daraus resultierenden Gefäßerkrankungen führen zu Minderdurchblutung und rufen die gefürchteten Spätfolgen hervor. Um den Blutzuckerspiegel zu normalisieren, produziert der Körper immer mehr Insulin, was auf längere Sicht zu einer Erschöpfung dieser Zellen führt.

Metabolisches Syndrom

Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Triglyceride (Blutfette), erniedrigtes HDL (gutes Cholesterin) und Störungen des Zuckerstoffwechsels kommen selten alleine vor. Wenn ein Patient drei davon aufweist, spricht man vom so genannten metabolischen Syndrom. Erreicht der Blutzucker einen definierten kritischen Wert, hat sich ein Diabetes mellitus manifestiert.

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