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Zuckerkrank: Mittel bei Diabetes (Teil 1)

Unterschätzter "Alterszucker"

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Konsument 3/2005 veröffentlicht: 18.02.2005

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Faktoren verstärken sich

Da es sich um ein komplexes Geschehen handelt und sich die negativen Faktoren gegenseitig verstärken, ist es notwendig, alle Störungen rechtzeitig zu behandeln. Nur so lässt sich ein Fortschreiten der Krankheit hintanhalten und weitere Folgeschäden verringern. Dies ist der Grund, warum fast alle Diabetiker im Rahmen der Therapie zusätzlich zu blutzuckersenkenden Mitteln auch Medikamente gegen hohen Blutdruck und gegen Fettstoffwechselstörungen erhalten.

Abspecken hilft

Die Chancen, die Stoffwechselerkrankung mit einer Gewichtsreduktion in den Griff zu bekommen, stehen recht gut. Und damit ist kein radikaler Gewichtsverlust gemeint – schon fünf bis sieben Kilogramm weniger helfen im Kampf gegen die Krankheit. Ein gutes Bewegungsprogramm unterstützt beim Abnehmen und wirkt selbst aktiv gegen den Diabetes. Denn Muskelarbeit steigert nicht nur den Energieverbrauch, sondern verbessert auch die Empfindlichkeit der Zellen für Insulin.

Richtig essen

Wer an Diabetes leidet, muss sich diabetesgerecht ernähren. Das bedeutet nicht automatisch strenge Diät. Wichtig ist jedoch, dass die mit der Nahrung zugeführten Kalorien vom Körper auch verwertet werden können und Kohlenhydrate nicht als Harnzucker wieder ausgeschieden werden. Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag verteilt sind besser als wenige große, weil der Insulinbedarf dann geringeren tageszeitlichen Schwankungen unterliegt. Fettarme Kost in Verbindung mit viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte, die eine langsamere Freisetzung von Kohlenhydraten bewirken, tragen dazu bei, einen gleichmäßigeren Blutzuckerspiegel zu gewährleisten.

Weniger Kohlenhydrate

Kohlenhydrate, die sehr schnell ins Blut gehen, sollten hingegen vermieden werden. Dazu zählen v.a. gezuckerte Limonaden, Honig, Reis, Erdäpfelpüree oder Cornflakes. Interessant ist die Wirkung von Zimt: In der Ayurveda-Medizin wird Zimt schon lange zur Behandlung von Zuckerkrankheit eingesetzt. Zimt kann nicht nur den Blutzuckerspiegel senken, sondern wirkt auch günstig auf den Cholesterin- und Triglycerid-Spiegel. Wenn Sie den intensiven Geschmack von Zimt mögen, können Sie damit eine Diabetesbehandlung gut unterstützen!

Heikle Zonen

Die gefürchteten Probleme mit den Füßen sind erst dann zu erwarten, wenn Spätkomplikationen des Diabetes auftreten, insbesondere Nervenschäden und Durchblutungsstörungen. Nach wie vielen Jahren der Krankheit diese Schäden beginnen, hat viel mit Fußpflege zu tun, und damit, wie gut der Diabetes behandelt ist. Durch die schlechte Blut- und Nervenversorgung werden die Füße nahezu schmerzunempfindlich. Kleine Verletzungen, Hitze oder Kälte werden gar nicht gespürt, können aber großen Schaden anrichten. Gönnen Sie sich daher eine spezielle Fußpflege und besonders gutes Schuhwerk. Barfußgehen sollte wegen der hohen Verletzungsgefahr tabu sein!

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