KONSUMENT.AT - Zuckerkrank: Mittel bei Diabetes (Teil 1) - Zuckerkrank: Mittel bei Diabetes (Teil 1)

Zuckerkrank: Mittel bei Diabetes (Teil 1)

Unterschätzter "Alterszucker"

Seite 5 von 11

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 3/2005 veröffentlicht: 18.02.2005

Inhalt

Sulfonylharnstoffe

Sie erhöhen die Sensibilität der Zellen der Bauchspeicheldrüse für den Blutglukoseanstieg und bewirken somit eine verstärkte Insulinausschüttung. Häufig sprechen Typ-2-Diabetes-Patienten zunächst gut auf eine Therapie mit diesen Wirkstoffen an. Allerdings werden die Bauchspeicheldrüsenzellen durch die dauerhaft erhöhte Insulinproduktion regelrecht ausgepowert. Zusätzlich bewirken die Sulfonylharnstoffe leider auch eine ganz und gar unerwünschte Gewichtszunahme.

Glinide und Glitazone

Glinide sind neuartige Substanzen, die direkt zu einer verstärkten Ausschüttung von Insulin führen. Sie senken den Zuckerspiegel zwar weniger stark als Sulfonylharnstoffe, ihre Wirkung setzt dafür sehr schnell ein. Man kann sie daher unmittelbar vor einer Mahlzeit einnehmen. Auch die Glitazone stehen erst seit wenigen Jahren für die Diabetestherapie zur Verfügung. Sie sind Insulin-Sensitizer und erhöhen die Sensibilität der Zellen im Fettgewebe, an der Skelettmuskulatur und in der Leber für Insulin.

Weniger Insulin ist notwendig, damit die Zellen Glukose aufnehmen können; der Blutzuckerspiegel sinkt bei geringerem Insulinbedarf. Aufgrund der relativ kurzen Erfahrungswerte und der sehr hohen Kosten zählt der Einsatz dieser neuen Substanzen jedoch noch nicht zur Routinetherapie.

Insulinbehandlung

Informationen über die verschiedenen Arten der Insulinbehandlung und die Bewertung der verschiedenen Präparate finden Sie in Konsument 4/2005 .

Bewertung

Wertung: 2 von 5 Sternen
1 Stimme
Weiterlesen