KONSUMENT.AT - Grabkerzen - Entsorgung

Grabkerzen

Brenndauer im Kurztest

Seite 3 von 8

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 11/2013 veröffentlicht: 22.10.2013

Inhalt

Geringe Wachsrückstände

Bei den meisten Testkandidaten bleibt nach dem Abbrennen nur ein geringer Wachsrand am Boden zurück. Seitlich an der Kerzen-Umhüllung und am Behälter-Boden ist bei folgenden Produkten ein größerer Wachsrest von bis zu 10 Prozent feststellbar: bei T3 Tagesbrenner in Weiß der Marke VillaVerde, beim roten Apostellicht (Marke Bolsius) und bei zwei Kerzen von Jeka, dem roten Kompo Öllicht Nr. 3 sowie dem roten Glas-Grablicht.

Komplett abgebrannt ist der Kerzenkörper hingegen beim Öllicht Nr. 3 und Nr. 7 von Aeterna sowie beim 7 Tage Kompositions-Öllicht von Ambrosius.

Wenn die Brennmasse nicht restlos verschwindet, kann das an zu tiefen Außentemperaturen oder an einem falsch dimensionierten – z.B. zu dünnen – Docht liegen. Ein derartiger Docht verbrennt schneller, als er Wachs aufsaugen kann.

Angabe der Temperatur

Sinnvoll ist die Angabe der idealen Temperaturbedingungen auf den Verpackungen der Kerzen oder auf den Produkten, beispielsweise: geeignet für Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius. Einige Hersteller versehen ihre Kerzen bereits mit entsprechenden Hinweisen. Ein derartiger Aufdruck wäre generell wünschenswert.

Elektrische Grabkerze

Vor einiger Zeit war ein Trend zum Verwenden von elektrischen Grablichtern feststellbar. Diese Tendenz ist nicht mehr so stark, wie uns ein Kerzenhersteller berichtet. Die Brenndauer einer elektrischen Grableuchte hängt von der Qualität der Batterie und der LED-Lampe ab. Auch hier spielt die Außentemperatur eine Rolle. Bei wärmeren Temperaturen funktionieren Batterien besser als bei kälteren.

RAL-Zeichen

Das Gütezeichen für Kerzen wird innerhalb von Europa vergeben. 9 Grablichter aus unserem Test tragen diese Bezeichnung. Hersteller dürfen sie dann vergeben, wenn ein Produkt bestimmte Normen einhält, die von der Europäischen Gütegemeinschaft Kerzen hinsichtlich Rohstoffen, Brenndauer und Brennverhalten festgelegt wurden.

Entsorgung je nach Bundesland anders geregelt

Bei vielen Grabkerzen ist die wächserne Brennmasse von einer roten Kunststoffhülle aus Polypropylen umgeben. Die Entsorgung ist bundesländerspezifisch geregelt. Auskünfte geben die Gemeinden oder die zuständigen Magistrate.

In Wien entsorgen Friedhofsbesucher die Kerzenhülsen nach dem Abbrennen in dafür aufgestellten Sammelbehältern. Abseits der Friedhöfe gehören die Kunststoffbecher in die Restmülltonne.

2 Grabkerzen hatten eine Hülle aus PVC (Jeka Ewiglicht mit Deckel rot und das Ambrosius 7 Tage Kompositions-Öllicht weiß). PVC ist hinsichtlich der Entsorgung problematisch. Kommt es bei der Lagerung auf einer Deponie zu einem Schwelbrand, wird hochgiftiges Dioxin freigesetzt.

Falls die Kerze mit einem Metalldeckel ausgestattet ist, gehört dieser in einen Sammelbehälter für Altmetall. Umweltfreundlicher ist das Verwenden von wiederbefüllbaren gläsernen Behältnissen und das Aufstellen von Kerzen ohne Umhüllung in einer windsicheren, fix am Grab angebrachten Laterne.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
42 Stimmen
Weiterlesen