KONSUMENT.AT - Greenwashing-Check: Wein-Gütesiegel - Fazit: Hält das grüne Versprechen?

Greenwashing-Check: Wein-Gütesiegel

"Nachhaltig Austria" - Sauer im Abgang

Seite 4 von 5

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 10/2021 veröffentlicht: 15.09.2021

Inhalt

Fazit: Hält das grüne Versprechen? Auf Anfrage hat uns der Verband den vollen Zugang zum Bewertungssystem ermöglicht. So konnten wir feststellen, dass die Kriterien tatsächlich wissenschaftlich fundiert sind und glaubwürdig überprüft werden.

Fundiert aber undurchsichtig

Der große Schwachpunkt bleibt aber die mangelnde Transparenz – in Kombina­tion mit den unklar formulierten und nicht nachvollziehbaren Mindestanforderungen. Eigentlich schade, weil sich das Nachhaltigkeitssiegel damit unter seinem Wert verkauft. Extern klar kommunizierte Schwellenwerte für zumindest einzelne Bereiche wären wünschenswert.

Mehr Bio-Betriebe

Zu begrüßen wäre es darüber hinaus, die Erfüllung von Bio-­Kriterien zur Voraussetzung für das Nachhaltigkeitssiegel zu machen. Aktuell sind bloß 15 % der "Nachhaltig Austria"-Weingüter bio-zertifiziert. So könnte verhindert werden, dass ein Betrieb durch eifriges Punktesammeln in den unterschiedlichsten Bereichen zu einer Zertifizierung kommt, ohne Mindestanforderungen in zentralen Bereichen zu erfüllen. Dann könnte es auch nicht mehr passieren, dass ein Betrieb, der problematische Pestizide spritzt, das Nachhaltigkeitssiegel erhält, weil er etwa Strom aus erneuerbarer Energie bezieht.

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen