KONSUMENT.AT - Handystrahlung und Elektrosmog - So verringern Sie das Strahlenrisiko

Handystrahlung und Elektrosmog

Wacher, müder, vergesslicher

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KONSUMENT 11/2016 veröffentlicht: 21.09.2016, aktualisiert: 25.11.2016

Inhalt

Zusammenfassung: So verringern Sie das Strahlenrisiko

  • Kurz: Halten Sie Handygespräche kurz, ausführlicher können Sie über das (kabelgebundene) Festnetz telefonieren. Schnurlostelefone „strahlen“ ähnlich wie Handys.
  • Warten: Beim Verbindungsaufbau ist die Sendeleistung am höchsten. Warten Sie daher beim Anrufen ein wenig, bevor Sie das Handy zum Kopf führen.
  • Headset: Verwenden Sie Freisprecheinrichtungen, am besten Headsets mit Kabel aber auch kabellose Kopfhörer (Bluetooth) von Markenherstellern sind eine geeignete Alternative (in der Regel sehr geringe Strahlenbelastung).
  • SMS senden statt telefonieren. Viele wiederkehrende Gespräche könnten durch eine gespeicherte SMS ersetzt werden.
  • Abschalten: Schalten Sie das Handy aus, wenn es längere Zeit nicht genutzt wird, jedenfalls in der Nacht. Auch im Stand-by-Betrieb nimmt es regelmäßig Kontakt zur Basisstation auf. (Dies ist je nach Netzbetreiber und Region unterschiedlich, weil die Häufigkeit von der Basisstation bestimmt wird.)
  • Freisprecheinrichtung: Im Auto möglichst über eine Freisprecheinrichtung mit Außenantenne telefonieren.
  • Rücksicht: In öffentlichen Verkehrsmitteln besser gar nicht telefonieren (auch aus Rücksicht auf die anderen Fahrgäste).
  • Rucksack: Tragen Sie Ihr eingeschaltetes Handy möglichst nicht direkt am Körper, sondern in einer Tasche oder einem Rucksack.
  • Signalstärke: Bei schlechter Verbindung ist die Strahlenbelastung ungleich höher. Versuchen Sie daher bei schwachem Signal, einen besseren Platz zu finden. Gehen Sie zu einem Fenster oder ins Freie.
  • Hintergrunddienste: Reduzieren Sie die Anzahl der Apps und deaktivieren Sie die Hintergrunddienste. Das Deaktivieren von „Mobile Dienste“/„Datennetzmodus“ macht aus dem Smartphone wieder ein Handy. Sie sind weiterhin erreichbar, vermeiden aber viel unnötige Strahlung durch Hintergrunddatenverkehr.
  • Kinder sind aufgrund ihrer Anatomie den Strahlen wesentlich stärker ausgesetzt als Erwachsene. Halten Sie Ihr Kind an, eher SMS zu senden, als zu telefonieren. Beim Spielen auf Flugmodus wechseln.
  • SAR-Wert: Orientieren Sie sich bei der Wahl des Handys am SAR-Wert bzw. am Connect-Strahlungsfaktor – siehe unsere Testtabellen oder www.handywerte.de.

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Kommentare

  • Vermag die Mobilfunk-Lobby sinnerfassend zu lesen?
    von NETclub50plus am 21.09.2016 um 19:57
    Betrachtet man deren Presseaussendung (FMK, Forum Mobilkommunikation) zu diesem Thema, muss man das stark bezweifeln. Dort heißt es wörtlich: "Die gute Nachricht: Keine Wirkungen gefunden – selbst bei 16 stündiger Exposition." Zeigt doch schon der KONSUMENT-Artikel, dass eine ganze Reihe von Wirkungen auf allen Ebenen (kognitiv, zellulär) nachgewiesen wurde. Die 16 Stunden beziehen sich übrigens auf Zellversuche im Labor – an den Versuchspersonen wurde Veränderungen in den Zellen der Mundschleimhaut schon nach zweistündiger Exposition über fünf Tage nachgewiesen - und zwar noch Wochen später. Das unterschlägt die PR-Aussendung der FMK total. - Was die Zellreaktionen betrifft, wurde eine Vielzahl von Zelllinien untersucht, von denen nicht ALLE eine Reaktion auf die UMTS-Strahlung zeigen (was längst bekannt ist). Aus dieser Tatsache abzuleiten, es seien "keine Wirkungen" gefunden worden ist (freundlich gesagt) eine Verdrehung der Tatsachen, da beispielsweise Hirntumor-Zellen im Experiment besonders empfindlich reagierten. - Die Lobby zitiert aus der Studie: "Keine der gefundenen Wirkungen lässt den Schluss auf direkte gesundheitsschädliche Wirkungen zu." Der nächste, entscheidenden Satz fällt bei der FMK aber unter den Tisch: "Allerdings begründen sie ein potentielles Risiko für exponierte Personen." Denn neben den DIREKTEN Wirkungen mag es auch kumulative Effekte geben. EINE Zigarette hat noch niemanden umgebracht ("keine direkte Wirkung"), eine Schachtel pro Tag auf Dauer wohl schon. Und genau so mag es unter Umständen auch mit der Mobilfunkstrahlung sein. - Dass die PR-Maschinerie der Handy-Konzerne all das leugnet ist eine Beleidigung des Intellekts aller ihrer Kunden.